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Recht & Politikneu

Anthropic verankert Ausweis- und Identitätsprüfung in der Datenschutzrichtlinie

Anthropic hat seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert (veröffentlicht 8. Juni 2026, wirksam ab 8. Juli 2026) und sich darin das Recht eingeräumt, „unter bestimmten Umständen“ Alter oder Identität von Claude-Nutzern zu überprüfen – bis hin zur Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises. Laut Fachpresse wechselt Anthropic dabei vom bisherigen Dienstleister Yoti (keine Speicherung) zu Persona Identities, das die übermittelten Daten aufbewahrt.

Im Abschnitt „Verification Data“ der ab 8. Juli 2026 gültigen Datenschutzrichtlinie heißt es, Anthropic könne Nutzer auffordern, ihr Alter oder ihre Identität zu bestätigen; die dabei erhobenen Daten umfassen ausdrücklich „an image of your government-issued identity document“. Die Klausel ist als „may“-Recht formuliert, greift also nicht pauschal, sondern situativ.

Laut heise wechselt Anthropic den technischen Dienstleister: vom bisher genutzten Yoti, das nach eigener Aussage keine Ausweisdaten speicherte, hin zu Persona Identities, das die Informationen aufbewahrt. Ein Anthropic-Mitarbeiter erklärte öffentlich, die Prüfung solle nur einen kleinen Kreis von Konten betreffen, die wegen möglicherweise betrügerischer Aktivität markiert wurden – als Alternative zur sofortigen Sperrung.

Einordnung: Beobachter bringen den Schritt mit politischem Druck in Verbindung (genannt wird die Trump-Administration nach Spannungen um Anthropics Verweigerung autonomer Waffensysteme) und kritisieren die Datensicherheit beim neuen Anbieter. Diese Motiv-Zuschreibung ist Spekulation Dritter und nicht von Anthropic bestätigt; belegt ist allein der Wortlaut der Richtlinie sowie der berichtete Dienstleisterwechsel.