Im Abschnitt „Verification Data“ der ab 8. Juli 2026 gültigen Datenschutzrichtlinie heißt es, Anthropic könne Nutzer auffordern, ihr Alter oder ihre Identität zu bestätigen; die dabei erhobenen Daten umfassen ausdrücklich „an image of your government-issued identity document“. Die Klausel ist als „may“-Recht formuliert, greift also nicht pauschal, sondern situativ.
Laut heise wechselt Anthropic den technischen Dienstleister: vom bisher genutzten Yoti, das nach eigener Aussage keine Ausweisdaten speicherte, hin zu Persona Identities, das die Informationen aufbewahrt. Ein Anthropic-Mitarbeiter erklärte öffentlich, die Prüfung solle nur einen kleinen Kreis von Konten betreffen, die wegen möglicherweise betrügerischer Aktivität markiert wurden – als Alternative zur sofortigen Sperrung.
Einordnung: Beobachter bringen den Schritt mit politischem Druck in Verbindung (genannt wird die Trump-Administration nach Spannungen um Anthropics Verweigerung autonomer Waffensysteme) und kritisieren die Datensicherheit beim neuen Anbieter. Diese Motiv-Zuschreibung ist Spekulation Dritter und nicht von Anthropic bestätigt; belegt ist allein der Wortlaut der Richtlinie sowie der berichtete Dienstleisterwechsel.