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Anthropic wirft Alibaba Distillation mit 28,8 Millionen Claude-Anfragen vor

Anthropic teilte US-Senatoren mit, mutmaßlich Alibaba zuzurechnende Akteure hätten vom 22. April bis 5. Juni 2026 knapp 25.000 betrügerische Konten und mehr als 28,8 Millionen Anfragen an Claude eingesetzt. Ziel sei gewesen, Fähigkeiten für agentisches Schließen, Softwareentwicklung und lange Aufgaben per Distillation nachzubilden. Eine unabhängige Bestätigung fehlt.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 1. Juli 2026

Bei Distillation wird ein fremdes Modell massenhaft abgefragt, um aus seinen Antworten ein kleineres und günstigeres Modell zu trainieren. Anthropic richtet den Vorwurf gegen Alibaba beziehungsweise dessen Qwen-Umfeld und bezeichnet den Vorgang als den größten bekannten Distillation-Angriff auf das eigene Unternehmen.

Die gemeldeten Konten erzeugten laut Anthropics Schreiben mehr als 28,8 Millionen Austausche mit Claude. Die Kampagne habe besonders agentisches Schlussfolgern, Softwareentwicklung und Aufgaben mit langem Zeithorizont abgefragt. Anthropic hatte bereits frühere Fälle DeepSeek, Moonshot und MiniMax zugeordnet.

Anthropic nennt Kontosperren und strengere Identitätsprüfung als Gegenmaßnahmen. Die Zahlen und die Zuordnung zu Alibaba stammen aus der eigenen Mitteilung an den US-Kongress; Alibaba äußerte sich zunächst nicht. Damit sind weder Umfang noch Urheberschaft unabhängig festgestellt.