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Anthropic legt einen Treiber-Standard für Laborgeräte vor – die Spezifikation selbst bleibt vorerst zu

Anthropic hat am 27. August 2026 die erste Phase einer Research Preview für den „Model Hardware Standard“ (MHS) eröffnet – „a shared specification for AI agents to safely operate physical devices“. Kern ist ein standardisierter Treiber, „software that translates between a computer’s operating system and a hardware device“, der Geräte in einem einheitlichen Format auffindbar macht und über einfache Primitive anspricht: „read“ holt einen Wert (etwa die Temperatur), „write“ setzt ihn. Angesteuert wird er laut Anthropic über das Model Context Protocol, die Kommandozeile oder Code. Die Spezifikation selbst ist nicht öffentlich – Anthropic will erst Sicherheitsbewertungen sammeln, „ahead of making the standard open source“.

Auf der Forschungsseite nennt Anthropic als erste Teilnehmer Genentech, die Baker- und Pinglay-Labore der University of Washington, die Carnegie Mellon University, den HHMI Janelia Research Campus, QuEra Computing und Tetsuwan Scientific. Auf der Geräteseite haben laut Ankündigung Amazon Web Services (über die Bibliothek Strands Robots), Automata, Danaher, Doosan Robotics, MBF Bioscience, QIAGEN, Tecan, Universal Robots, Hugging Face (LeRobot) und Raspberry Pi Unterstützung zugesagt. Der Zugang läuft über ein Bewerbungsformular auf modelhardwarestandard.com; dort steht knapp: „Access is by application during the preview.“

Die genannten Zahlen sind durchweg anbieter- beziehungsweise partnerberichtet und nicht unabhängig nachgemessen. QuEra beziffert die Wiederherstellung eines Lasers vorher mit 58 Prozent Erfolg in 150 Sekunden und nachher mit 99,3 Prozent in 6 Sekunden; die PID-Abstimmung sei von 15,7 mV auf 1,55 mV gefallen. Carnegie Mellon nennt Experimente „roughly three times faster“ und eine Integration in acht Stunden statt mehreren Wochen. Genentech gibt den Aufwand mit „weeks, if not months“ vor und „hours or minutes“ nach der Umstellung an. Tetsuwan Scientific führt 9.143 Einzeldosierungen über 300 Übertragungsarten an.

Der Treiber trägt die Betriebsgrenzen eines Geräts selbst – Anthropic beschreibt Auszeichnungen, mit denen sich Eigenschaften und Sicherheitsschranken direkt in natürlicher Sprache hinterlegen lassen, etwa Geschwindigkeits- oder Winkelbegrenzungen für Roboterarme. Die dazugehörigen Sicherheitsbewertungen entstehen aber erst gemeinsam mit den Partnern. The Register zitiert am 28. August Anthropic selbst mit dem Vorbehalt: „There’s more to learn before we open source MHS. LLMs still lack physical intuition, having learned about the physical world from text and images.“