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Anthropic scannt Open-Source-Projekte kostenlos auf Sicherheitslücken

Anthropic bietet Open-Source-Projekten seit dem 8. Oktober 2026 kostenlose, regelmäßige Sicherheitsscans an. Der Dienst OSS Scanner arbeitet mit Anthropics stärksten Modellen, darunter Claude Mythos, und schickt seine Berichte ohne menschliche Vorprüfung privat an die Maintainer. Teilnehmen können wichtige Projekte, deren Kernteam sich selbst anmeldet.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 9. Oktober 2026

Anthropic begründet den Dienst mit einem Engpass beim eigenen Personal. In sechs Monaten fanden seine Modelle in wichtigen Softwareprojekten nach Anbieterangaben über 29.000 mögliche Sicherheitslücken; manuell prüfen konnte Anthropic davon rund 6.000. Fast 5.000 ungeprüfte Berichte samt Patchvorschlag gingen bereits an Maintainer, die ausdrücklich alles haben wollten. Die Erfahrung stammt aus Project Glasswing, Anthropics Programm zur Lückensuche mit Claude.

Für eine frühe Version ließ Anthropic 97 als kritisch oder hoch eingestufte Funde aus 48 Projekten von externen Penetrationstestern prüfen. 85 davon (88 %) erfüllten die Kriterien für Anthropics koordinierte Offenlegung, elf waren echte, aber doppelte Funde, einer war ein Fehlalarm. Die Zahlen stammen von Anthropic und sind nicht unabhängig nachgeprüft; Maintainer von wolfSSL, PostgreSQL, OpenSSL und HotCRP äußern sich in der Ankündigung positiv.

Angemeldet wird per Pull Request im GitHub-Repository anthropics/oss-scanner; Anthropic prüft, ob die Person zum Kernteam gehört. Aufgenommen werden etablierte Projekte mit großer Bedeutung für Infrastruktur und Sicherheit, nach ähnlichen Kriterien wie bei Googles OSS-Fuzz. Ein Agent analysiert den Code offline, weitere Agenten prüfen Funde gegen und schlagen Patches vor; die Berichte kommen gebündelt per E-Mail. Wie oft nach dem ersten Scan erneut geprüft wird, lässt Anthropic offen.

Eine 90-Tage-Frist bis zur Veröffentlichung gilt erst, wenn ein Mensch einen Fund über Anthropics reguläres Offenlegungsprogramm bestätigt hat. Anthropic behält sich vor, später auch für ungeprüfte schwere Funde eine Frist einzuführen, mit Vorankündigung und Austrittsmöglichkeit.