Laut der Ankündigung von Google-Cloud-Chef Thomas Kurian bekommt der Agent Ziele statt Einzelanweisungen und arbeitet über Stunden oder Tage weiter, auch wenn der Laptop zugeklappt ist. Für mehrstufige Aufgaben legt er befristete Subagenten mit jeweils eigener Identität an. Er arbeitet direkt in Gmail, Docs, Sheets und den übrigen Workspace-Diensten und ist außerdem über Web, Mobil- und Desktop-Apps, die Kommandozeile, Microsoft 365 und Slack erreichbar.
Neu sind sogenannte Coworker-Agenten: dauerhafte Agenten mit fester Rolle, die ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse, Kalender, Drive-Speicher und Eintrag im Firmenverzeichnis erhalten. Beschäftigte sprechen sie in Chat-Räumen oder Dokumentkommentaren an; Änderungen erscheinen unter dem Namen des Agenten in der Versionsgeschichte. Ein solcher Agent sieht laut Google nur, was mit ihm geteilt wird.
Welches Modell eine Aufgabe bearbeitet, wählt der Agent selbst: heute Modelle der Gemini-Familie und Claude-Modelle von Anthropic, später weitere offene und geschlossene Modelle. Administratoren können in der Cloud-Abrechnung harte Ausgabengrenzen je Projekt setzen; ist eine erreicht, pausiert der Agent. Branchenfassungen für Finanzdienstleister und Kanzleien sind laut Google in der Vorschau, für Behörden, Gesundheitswesen und Handel sollen sie folgen.
Preise, Pakete und einen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit nennt Googles Ankündigung nicht. Nach dem Bericht von TechCrunch will Google den Agenten später auch Privatkunden anbieten, ohne Zeitangabe. Angaben zur Verbreitung, etwa dass fast 90 % der Fortune-100-Firmen Gemini Enterprise nutzen, stammen von Google selbst.