Ein nur intern vorgesehener Schalter deaktivierte nach Anthropics Bericht sowohl die Blockierung als auch die Protokollierung der Treffer. Die meisten der rund 50.000 Personen hatten offenen Dialogzugang zu den Modellen; ihre Identitätsprüfung lag bei den beauftragten Dienstleistern.
Claude Sonnet 5 markierte nachträglich 1.197 Transkripte als hochriskant. 757 stammten aus internen Anthropic-Teams, fast alle übrigen aus Red-Teaming-Übungen. Anthropic las die 62 verbleibenden Fälle sowie 30 zufällig ausgewählte Red-Team-Transkripte nach und fand keinen eindeutig besorgniserregenden Missbrauch mit relevantem Nutzen für einen Angreifer.
Anthropic verschärfte danach Anforderungen an Identität, Endgeräte, Zugriffskontrolle und phishing-resistente Mehrfaktor-Anmeldung. Die Klassifikatoren laufen laut Bericht nun auf dem weit überwiegenden Teil des Dienstleisterverkehrs. Das Unternehmen bewertet das Risiko katastrophaler Schäden weiterhin als niedrig, aber nicht vernachlässigbar; etwa ein Prozent der Transkripte fehlte wegen nicht abgeschickter Gespräche.