Anthropic zerlegt KI-Entwicklung in Engineering, Experimente, Review, Forschungsurteil und organisatorische Engpässe. Das Institut argumentiert, Modelle beschleunigten bereits mehrere dieser Schritte; die Möglichkeit rekursiver Selbstverbesserung wird als absehbares Risiko behandelt.
Als interne Kennzahlen nennt Anthropic, Claude schreibe inzwischen mehr als 80 Prozent des Codes, der in die eigenen Systeme gelangt. Vor Claude Code habe der Anteil im einstelligen Bereich gelegen. Im zweiten Quartal 2026 merge ein typischer Entwickler demnach rund achtmal mehr Code pro Tag als noch 2024.
Daraus leitet Anthropic eine politische Forderung ab: Gesellschaften sollten die Entwicklung der leistungsfähigsten Modelle notfalls verlangsamen oder zeitweise pausieren können. Vorgeschlagen wird ein global überprüfbarer Mechanismus nach dem Vorbild von Rüstungskontrolle; konkrete Umsetzungsschritte fehlen. Die Zahlen und die Forderung stammen aus Anthropics eigener Analyse.