IT-Sicherheitsexperten protestieren gegen den Fable-/Mythos-Bann
Dutzende IT-Sicherheitsfachleute fordern die US-Regierung in einem offenen Brief auf, die Exportbeschränkungen für Anthropics Modelle Fable und Mythos zurückzunehmen. Sie argumentieren, der Bann nehme ausgerechnet den Verteidigern die besten Werkzeuge zur Schwachstellensuche.
In einem offenen Brief an Handelsminister Lutnick und den National Cyber Director Cairncross fordern Fachleute aus der IT-Sicherheit, die Exportkontroll-Anordnung gegen Anthropics Modelle Fable und Mythos aufzuheben und ein „offenes, wissenschaftliches und transparentes“ Verfahren für künftige Risikobewertungen zu etablieren.
Ihr Kernargument: Die Anordnung nehme den Verteidigern die leistungsfähigsten Modelle, die diese zur Suche nach Schwachstellen bräuchten. Den Verteidigern die besten Fähigkeiten ohne guten Grund zu entziehen, während die Gegner rasch aufrüsteten, sei gefährlich. Mehrere Unterzeichnende bezweifeln zudem, dass Fable und Mythos einzigartige, anderswo nicht verfügbare Fähigkeiten böten.
Den Brief trugen namhafte Fachleute mit, darunter Alex Stamos (früher Sicherheitschef bei Facebook), Katie Moussouris (Luta Security), Jon Callas und Rachel Tobac. Die Zahl der Unterschriften wuchs nach Veröffentlichung rasch – von rund 70 zum Zeitpunkt der ersten Berichte auf später über 150.