Alle Depeschen

DepescheWerkzeuge

Cerebras CS-4: WSE-3 läuft mit geschätztem Doppeltakt

Cerebras stellte am 18. August 2026 das Rack-System CS-4 mit drei WSE-3-Turbo-Chips vor. Die Turbo-Variante ist laut Fachberichten kein neues Silizium: Eine verdoppelte Stromzufuhr und überarbeitete Kühlung heben den Takt des WSE-3 von 1,4 auf geschätzte 2,8 Gigahertz. Cerebras verspricht bis zu 4.400 Ausgabe-Token pro Sekunde und erste Auslieferungen im dritten Quartal.

Der WSE-3 Turbo übernimmt im Kern den bekannten Wafer-Chip. The Next Platform beschreibt den Rechenwafer als im Wesentlichen unverändert; geändert wurden Stromversorgung und Kühlung. Drei Wafer stecken als Recheneinheiten in einem Nexus-Rack. Ausgewählte Kunden haben bereits Zugang, die allgemeine Verfügbarkeit soll noch im dritten Quartal 2026 beginnen.

Cerebras nennt mehr als 4.400 Ausgabe-Token pro Sekunde und Nutzer auf GPT-OSS-120B. Auf der Produktseite stehen mehr als 1.000 Token pro Sekunde für Modelle mit mehr als 10 Billionen Parametern. Die Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Modellgrößen und sind deshalb nicht direkt austauschbar.

Für den CS-4 nennt Cerebras 250 PFLOPS je Wafer bei dünnbesetztem FP16 und 750 PFLOPS im System. Die Fachberichte schätzen den verdoppelten Takt auf 2,8 Gigahertz; die Leistungsaufnahme des Systems ist nicht veröffentlicht. Ein Vergleich mit GPUs bis zum 30-Fachen mehr Token pro Sekunde bleibt anbieterabhängig, weil die Vergleichskonfiguration fehlt.

Der Speicheraufbau bleibt die technische Linie des Vorgängers: Die Modellgewichte liegen im SRAM des wafergroßen Chips. Wie die Spitzenwerte unter einer dichten Rechenlast ausfallen, ist eine andere Frage als die dünnbesetzte Herstellerangabe.