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Claude-Share-Links landeten wegen robots.txt in Suchmaschinen

Im Juli 2026 tauchten bewusst öffentlich geteilte Claude-Gespräche über die Suche site:claude.ai/share in Google auf. Darunter waren laut Berichten persönliche Daten und API-Schlüssel. Der technische Kern ist eine robots.txt-Sperre für /share/*: Googlebot kann dadurch ein noindex nicht lesen und kann verlinkte Adressen trotzdem in den Index aufnehmen.

Betroffen waren Share-Seiten, die Nutzer selbst über einen Link veröffentlicht hatten. Hinweise auf abgeflossene private Chats gibt es in den geprüften Berichten nicht. Eine verlässliche Gesamtzahl der indexierten Gespräche liegt für den Vorfall nicht vor; genannt wurden Beispiele mit Lebensläufen, Wallet-Angaben und Schlüsseln.

Google beschreibt, dass noindex nur wirkt, wenn der Crawler die Seite erreichen kann. Die robots.txt von claude.ai sperrte den Pfad /share/* jedoch für allgemeine Crawler. Dadurch konnte Google eine über andere Seiten verlinkte Adresse listen, ohne die Seite selbst zu lesen und das dort gesetzte noindex zu sehen. Die Erklärung eines bloß fehlenden noindex greift deshalb zu kurz.

Die Treffer verschwanden aus Google, während sie in anderen Suchmaschinen länger sichtbar blieben. Anthropic erklärte später, Share-Links seien nur auffindbar, wenn Nutzer sie selbst öffentlich teilen; zur robots.txt-Konfiguration äußerte sich das Unternehmen in der vorliegenden Stellungnahme nicht. Ein geteilter Link ist damit als öffentliche Veröffentlichung zu behandeln.

Aktualisiert am 28. Juli 2026.