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Cloudflare baut einen Browser nur für Agenten – sparsamer als Chromium, aber langsamer

Cloudflare hat am 6. August 2026 im Rahmen seiner „Agents Week“ Kitesurf vorgestellt: „a new browser that runs entirely on top of Workers that we built specifically for agents“. Der Browser ist in Rust geschrieben, läuft in V8-Isolaten auf Cloudflare Workers und führt nach Angabe des Unternehmens keine einzige Zeile Browser-Engine-C++ aus. Für die typischen Agenten-Aufgaben Bildschirmfoto und HTML-Extraktion nennt Cloudflare 3,1- bis 3,8-mal weniger CPU- und 4,7- bis 7,0-mal weniger Speicherverbrauch als Chromium – bei 1,7- bis 1,8-mal längerer Laufzeit. Kitesurf ist während der Beta-Phase kostenlos über den Dienst Browser Run nutzbar.

Die Messwerte im Einzelnen, wie Cloudflare sie gegenüber Chromium angibt: beim Bildschirmfoto 3,1-mal weniger CPU und 4,7-mal weniger Speicher, bei der HTML-Extraktion 3,8-mal weniger CPU und 7,0-mal weniger Speicher. Bei der Wanduhrzeit dreht sich das Verhältnis um – dort ist Chromium 1,7- bis 1,8-mal schneller. Der Changelog-Eintrag fasst das als „3–7× less CPU and memory for common agentic tasks like screenshots and HTML extraction“ zusammen. Zur Web-Kompatibilität nennt Cloudflare rund 215.000 bestandene Web Platform Tests, wöchentlich kämen einige hundert hinzu.

Zur Bauweise: Kitesurf setzt auf drei quelloffene Rust-Bausteine – Blitz für das Parsen von HTML und CSS sowie die Rasterisierung über blitz-paint, Firefox’ CSS-Parser Stylo für das Layout und die Rust-ECMAScript-Engine Boa JS für die Ausführung von JavaScript. Laut TechCrunch war die quelloffene Rust-Engine Obscura die Vorlage für den ersten Machbarkeitsnachweis. Architektonisch zerfällt der Browser in drei zustandslose Dienste – Engine, PageScript und PageRenderer –, die über das RPC-System der Workers miteinander sprechen und in Dynamic Workers laufen. Die Entwicklung begann nach Cloudflares Darstellung vor zwölf Wochen: „12 weeks ago we asked the question again“.

Verfügbarkeit und Grenzen: „You can try Kitesurf with Browser Run today, available for free while in beta“ – hinter Kontingenten je Konto; bestehende Browser-Run-Clients schalten über den Parameter `browser=kitesurf` um. Was Kitesurf ausdrücklich nicht leistet, schreibt Cloudflare selbst: „If you need to play video, render WebGL, negotiate a bot-challenge handshake with real TLS fingerprints, or start a ten-minute authenticated session that requires persistent state — Kitesurf isn’t yet the right option.“ Verfasst hat den Beitrag Celso Martinho; er erschien am 6. August 2026 unter der Marke „Agents Week“, TechCrunch griff ihn am 7. August auf. Cloudflare ist kein Werkzeug in unserem Katalog, weshalb dieser Fund keine Katalogseite berührt.