Schmalbach rief denselben Time-Artikel mit verschiedenen Kennungen ab. Chrome, Safari und Googlebot erhielten 200 OK und 303.235 Byte HTML. ClaudeBot, PerplexityBot und OAI-SearchBot bekamen 13.409 Byte Markdown, während GPTBot und ChatGPT-User mit HTTP 406 abgewiesen wurden. In der Markdown-Fassung fand er unter anderem FAQ-Werbung für Ally Bank und das Project Management Institute.
Antwortkopfzeilen wie x-mobian-format: md und x-mobian-tokens: 3323 wiesen in seinem Test auf Mobian hin. Der Anbieter beschreibt seine Agent Ads als klar gekennzeichnete, überprüfbare Faktenblöcke und Time als ersten Verlagspartner. Digiday berichtete, dass Markenbriefings in FAQ-Form gebracht, zur Freigabe vorgelegt und anschließend darauf geprüft werden, wie KI-Suchen auf dieselben Fragen reagieren.
Damit sieht ein Agent unter derselben Adresse möglicherweise eine andere Zusammenstellung als ein Mensch. Die Werbung steht neben redaktionellen Inhalten. Mobian beschreibt den Ablauf als Test dafür, wie KI-Suchen auf die beworbenen Fragen reagieren; ob ein Modell die Kennzeichnung als gesponsert in seiner Zusammenfassung bewahrt, ist damit nicht geklärt.
Die Kampagne ist durch Aussagen von Time und Mobian belegt. Die konkreten Byte-Zahlen, User-Agent-Zuordnungen und fehlenden Blöcke beruhen auf Schmalbachs Einzelmessung; eine zweite Nachmessung liegt nicht vor. Die robots.txt erlaubt KI-Crawlern pauschal den Zugriff, während die llms.txt Training und Feinabstimmung grundsätzlich untersagt und nur vier Ausnahmen nennt.