RSA-260 stammt aus der RSA Factoring Challenge, einer Liste großer Halbprimzahlen, an denen sich Faktorisierungsverfahren messen. Den bisherigen öffentlichen Höchststand hielt RSA-250 mit 829 Bit, faktorisiert im Februar 2020 von einer sechsköpfigen akademischen Gruppe um Paul Zimmermann. RSA-260 hat 862 Bit; die Wikipedia-Liste führt den 3. September 2026 und Eric Lu als Urheber.
Das Ergebnis ist der Teil, der ohne jedes Vertrauen prüfbar ist: Das Produkt der beiden genannten 130-stelligen Primzahlen ergibt exakt die 260-stellige RSA-260. Beide Faktoren stehen zeichengleich in Cognitions Beitrag, im X-Beitrag vom 3. September und im Wikipedia-Eintrag.
Gerechnet wurde mit dem allgemeinen Zahlkörpersieb in einer stark veränderten Fassung der quelloffenen Software CADO-NFS, deren Gitter-Sieb auf GPUs läuft. Cognition beziffert den Aufwand auf rund 4.900 GPU-Tage – 643 für die Polynomauswahl, 3.813 fürs Sieben, 467 für die lineare Algebra – und auf etwa 400.000 US-Dollar zu Marktpreisen, gefahren auf freier Kapazität der eigenen Cluster. Das Sieb arbeite zehnmal günstiger als der bisherige öffentliche Stand der Technik.
Devins Rolle beschreibt Lu als die des Ausführenden: Er selbst habe Ziele gesetzt, Messlatten definiert und den Kurs korrigiert, während der Agent die Messungen, den Cluster-Betrieb, die Optimierung und die wesentlichen Eingriffe in CADO-NFS übernommen habe. Den Austausch beziffert der Beitrag auf 82.702 Wörter in 3.328 Nachrichten über 192 Sitzungen.
Offen bleibt die Nachprüfbarkeit des Wegs. Weder der veränderte Siebcode noch eine Aufzeichnung der Sitzungen ist veröffentlicht; Aufwand, Kosten und der Faktor zehn gegenüber dem Stand der Technik sind Angaben des Unternehmens. Unabhängig bestätigt ist bislang das Resultat, nicht die Methode.