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OpenAI fragt den US-Kongress, ob eine Branchenbremse legal wäre

OpenAI hat Mitglieder des US-Kongresses um eine Auskunft gebeten, ob eine branchenweit abgestimmte Verlangsamung der KI-Entwicklung gegen das Kartellrecht verstößt. Das berichtete WIRED am 11. September 2026. Am selben Tag meldete Bloomberg, Sam Altman habe intern erklärt, OpenAI könne sein Tempo drosseln – am liebsten gemeinsam mit anderen Laboren.

Bloomberg berichtete am 11. September 2026 unter Berufung auf ungenannte Unternehmensquellen, Altman habe bei einem Treffen mit der Belegschaft erklärt, OpenAI ziehe eine Drosselung der Entwicklung fortgeschrittener KI in Betracht. Er hoffe, dass andere Labore mitziehen, sei aber realistisch genug zu wissen, dass nicht alle das tun werden. Teile der Modellentwicklung habe OpenAI bereits verlangsamt und interne Trainingsläufe aus Sicherheitsgründen pausiert.

Die rechtliche Frage stellt WIRED daneben: OpenAI habe in den vergangenen Wochen bei Kongressmitgliedern angefragt, ob sich eine branchenweite Verlangsamung überhaupt zulässig organisieren ließe. Genau diese Unsicherheit soll ein Gesetzentwurf vom Juli auflösen.

Der „Collaboration on Adversarial Threats and Security Risks Act“ wurde am 23. Juli 2026 eingebracht, im Senat als S. 5105 von Adam Schiff und Jim Banks, im Repräsentantenhaus von Bob Latta und George Whitesides. Er würde zwei Dinge vom Kartellrecht ausnehmen: den Austausch von Informationen über KI-Sicherheitsrisiken und – mit schriftlicher Vorankündigung – die Absprache, den Einsatz hochriskanter Modelle zu verzögern oder zu begrenzen. Nach Darstellung von The Decoder liegt der Entwurf beim Justizausschuss.

Der Druck kommt aus den Laboren selbst. OpenAIs Chefwissenschaftler Jakub Pachocki forderte am 6. September in einem Essay Koordination zum Verlangsamen, bis gemeinsame Sicherheitsschwellen stehen. Das Statement „Pacing the Frontier“, im Juli von 1.178 Beschäftigten großer KI-Firmen unterzeichnet, führt inzwischen 1.386 Unterzeichner.

Beide Berichte stützen sich auf ungenannte Quellen; OpenAI hat weder die internen Äußerungen noch die Gespräche im Kongress selbst veröffentlicht. Eine Zusage, das Tempo tatsächlich zu senken, steht in keiner der Meldungen – Altman nennt Bedingungen, unter denen er dazu bereit wäre.