Aleph Alphas Standort in Heidelberg soll als Forschungszentrum bestehen bleiben. Mit dem Abschluss, der noch 2026 erfolgen soll, wird Aleph-Alpha-Co-Chef Ilhan Scheer operativer Chef von Cohere, Mitgründer Samuel Weinbach Forschungschef. Das gemeinsame Unternehmen käme auf mehr als 1.000 Beschäftigte; Aleph Alpha selbst beschäftigt nach eigenen Angaben rund 200 Menschen an vier deutschen Standorten.
Aleph Alpha galt einst als deutscher KI-Hoffnungsträger, hatte sich laut Reuters aber aus der Entwicklung von Spitzenmodellen zurückgezogen und auf Software konzentriert, mit der Unternehmen und Behörden KI einbinden. Im jüngsten öffentlichen Abschluss für 2023 wies es weniger als eine Million Euro Umsatz aus; Cohere meldete für das vergangene Jahr 240 Millionen US-Dollar wiederkehrenden Jahresumsatz. Eine mit dem Geschäft vertraute Person beschrieb den Zusammenschluss gegenüber dem kanadischen Portal BetaKit im April als Kauf durch Cohere.
Bei der Ankündigung im April wurde das gemeinsame Unternehmen laut Financial Times mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören und die bereits an Aleph Alpha beteiligt ist, sagte damals 500 Millionen Euro zu und soll eine anstehende Finanzierungsrunde des gemeinsamen Unternehmens anführen. Rechenkapazität soll ihre Cloud STACKIT liefern.