Neu eingestiegen sind Advent, von BlackRock verwaltete Fonds und das Großherzogtum Luxemburg. Von den bestehenden Geldgebern sind unter anderem der niederländische Halbleiterausrüster ASML, Nvidia, Andreessen Horowitz, General Catalyst, Lightspeed und Salesforce Ventures wieder dabei. ASML hatte im Vorjahr die Serie C über 1,7 Milliarden Euro angeführt, die Mistral auf 11,7 Milliarden Euro brachte.
Die Bewertung hat sich damit binnen eines Jahres beinahe verdoppelt. Euronews bezeichnet die neue Runde als die größte Eigenkapitalfinanzierung, die ein europäisches Technologieunternehmen je abgeschlossen hat; seit der Gründung vor drei Jahren summiert sich Mistrals Kapitalaufnahme auf rund 5,8 Milliarden Euro. Im März kamen laut heise zusätzlich 830 Millionen US-Dollar Fremdkapital für den Ausbau der eigenen KI-Infrastruktur hinzu.
Mistral rahmt die Runde als Finanzierung „souveräner“ KI mit offenen Gewichten. Das Geld soll in Grundlagenforschung, in Rechenkapazität für das Training leistungsfähigerer Modelle, in den Infrastrukturausbau und in die internationale Expansion fließen. Zum Geschäft nennt das Unternehmen 20 Länder und mehr als 125 Großkunden – beides selbstberichtet und nicht unabhängig geprüft.
Microsoft beteiligte sich laut Reuters nicht an der Runde, obwohl der Konzern im Juli 2026 gemeinsam mit Mistral einen Ausbau europäischer KI-Infrastruktur angekündigt und die eigene Zusage als „multibillion dollar commitment“ bezeichnet hatte.