240 Megawatt bei Rostock: Die Schwarz-Gruppe legt 5,6 Milliarden Euro in ihr zweites großes Rechenzentrum – zunächst für den Eigenbedarf
Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) will in Dummerstorf bei Rostock bis 2033 rund 5,6 Milliarden Euro in ein Rechenzentrum mit 240 Megawatt Anschlussleistung investieren; bis 2045 ist ein Ausbau auf ein Gigawatt vorgesehen. Es ist der zweite Standort dieser Größenordnung nach dem 200-Megawatt-Bau im brandenburgischen Lübbenau für rund elf Milliarden Euro. Standortgrund ist die Windkraft in Mecklenburg-Vorpommern; die Abwärme soll laut einer Absichtserklärung als Fernwärme nach Rostock gehen, wo Fernwärme bereits rund 40 Prozent des Gesamtwärmebedarfs deckt. Verkündet hat die Ansiedlung Ministerpräsidentin Manuela Schwesig – gut drei Wochen vor der Landtagswahl.
Die Zahlen im Zusammenhang: Standort ist Dummerstorf bei Rostock, geplant sind 240 Megawatt Anschlussleistung, die Investition beziffert heise mit „rund 5,6 Milliarden Euro“ bis 2033. Bis 2045 soll sich der Standort auf ein Gigawatt Anschlussleistung ausbauen lassen. Zum Vergleich der bereits laufende zweite Standort: Lübbenau in Brandenburg mit 200 Megawatt und rund elf Milliarden Euro – deutlich mehr Geld für weniger Leistung, was beide von uns geöffneten Quellen unkommentiert lassen.
Der Standortgrund ist die Energie. Mecklenburg-Vorpommern liefert Wind an Land und auf See; t3n nennt als Randbedingung, dass das Land bereits über die Hälfte seines Stromverbrauchs aus Windenergie deckt. heise führt zusätzlich die Anbindung an die Konverterstation Bentwisch, über die Offshore-Strom anlandet, und an ein großes Umspannwerk. Die Abwärme soll laut Absichtserklärung als Fernwärme nach Rostock gehen; dort deckt Fernwärme heise zufolge bereits rund 40 Prozent des Gesamtwärmebedarfs. Eine vergleichbare Abmachung besteht laut t3n schon in Lübbenau.
Wofür die Kapazität gedacht ist, sagt t3n am deutlichsten: zunächst für den Eigenbedarf der Schwarz-Gruppe – Daten aus Liefer- und Bestellprozessen, Bezahlvorgängen und Kundenbindungsprogrammen. Zur Beschäftigung nennt t3n tausende Arbeitsplätze während des Baus und 120 hochqualifizierte Stellen im Betrieb; heise führt dazu keine Zahl.
⚠️ Zur Belegkette. Die Primärquelle liegt uns nicht vor: Schwarz Digits’ eigene Presseseite trug am 27. August 2026 als jüngste Meldung die Zscaler-Partnerschaft vom 28. Juli 2026 und nichts zu Dummerstorf; die dort verlinkte Rechenzentrums-Meldung betrifft Lübbenau. Beide von uns unabhängig geöffneten Rezeptionen berufen sich auf eine Unternehmens-Pressemitteilung und dpa. Die Angabe zu den Arbeitsplätzen steht nur bei t3n, die 40-Prozent-Angabe zur Fernwärme nur bei heise – wir führen beide als das, was sie sind: Einzelbelege.