Die Tabelle aus DeepSeeks Preisdokumentation, abgerufen am 13. August 2026. Bis zum 16. August gilt für „deepseek-v4-pro“: Input mit Cache-Treffer 0,003625 US-Dollar je 1 Mio. Token, Input ohne Cache-Treffer 0,435, Ausgabe 0,87. Ab dem 16. August: Cache-Treffer 0,022 off-peak und 0,044 peak, Cache-Miss 0,66 und 1,32, Ausgabe 1,98 und 3,96. Für „deepseek-v4-flash“ lauten die Werte bisher 0,0028 / 0,14 / 0,28 und künftig 0,007 / 0,22 / 0,66 off-peak sowie 0,014 / 0,44 / 1,32 peak. In Faktoren gerechnet, jeweils gegen den heutigen Preis: Cache-Treffer mal 6,1 (off-peak) beziehungsweise mal 12,1 (peak), Cache-Miss mal 1,5 / 3,0, Ausgabe mal 2,3 / 4,6.
⚠️ Was wir nicht belegen können: Welche Uhrzeiten als Peak und welche als Off-Peak gelten, steht auf der Preisseite nicht. Wir haben gezielt danach gesucht und keine Zeitfenster gefunden; wer die Umstellung einplant, muss diese Angabe anderswo beschaffen. Belegt ist nur das Verhältnis – off-peak ist die Hälfte des Peak-Tarifs – und das Datum.
Die zweite Hälfte der Meldung ist quelloffen. „DeepSeek Harness“ ist ein Agenten-Gerüst unter MIT-Lizenz, das DeepSeek selbst als „developer preview“ führt und mit dem ungewöhnlich deutlichen Hinweis versieht, dass es kompatibilitätsbrechende Änderungen geben wird. Die Architektur ist konsequent modular – „everything is a plugin“, getragen vom Framework Cordis: Modelle, Werkzeuge, Skills, Sitzungen, Sandboxes, Speicher, Schleifen, Zeitplanung und Oberfläche sind je Plugin. Es gibt vier Betriebsarten: einen vollständigen Coding-Agenten mit Dateibearbeitung, Shell und Websuche, einen Code-Modus, in dem vom Modell erzeugter Code mehrere Werkzeugaufrufe orchestriert, einen minimalen Zwei-Werkzeug-Agenten fürs Benchmarking und einen Creator-Modus für eigene Voreinstellungen. Zentral ist die Nachvollziehbarkeit: Alles, was das Modell sieht, landet in einem unveränderlichen Sitzungsprotokoll. Das Repository weist bei unserem Abruf 34,6 Tausend Sterne aus, aber keine Versionsmarke – die vom Decoder genannte Fassung „v0.1“ konnten wir dort nicht bestätigen und führen sie deshalb als dessen Angabe.
Zur Leistung des neuen Checkpoints: Artificial Analysis führt „DeepSeek V4 Pro 0813 (Reasoning, Max Effort)“ mit 53 Punkten im Intelligence Index, dazu 77,6 Ausgabe-Token pro Sekunde, 1,71 Sekunden bis zum ersten Token und 1 Mio. Token Kontext. Unser Katalog steht bei 44. Wir ziehen die Kennzahl trotzdem nicht nach, und zwar aus demselben Grund, den wir am Vormittag bei Grok 4.6 dokumentiert haben: Die AA-Modellseiten weisen derzeit durchgehend etwa zwei Punkte mehr aus als unser Bestand vom 5. August, und ob dahinter eine Neueichung oder eine andere Aufwandsstufe steckt, ist aus den Seiten allein nicht zu entscheiden. Einen Einzelwert in einen nicht abgeglichenen Katalog zu setzen, würde die interne Vergleichbarkeit zerreißen. Nachgeholt wird das nach einem katalogweiten `pnpm verify-bench`-Lauf. Nebenbei: Der von AA ausgewiesene Mischpreis von 0,18 US-Dollar je 1 Mio. Token beruht noch auf den alten Tarifen und ist ab dem 16. August überholt.
Als Lesart des Decoders, von uns nicht an einer Primärquelle nachgeprüft, führen wir die weiteren Benchmark-Sprünge des Checkpoints: Terminal Bench 2.1 von 72,1 auf 87,9 Punkte und DeepSWE von 12,8 auf 62,7. Vor allem der zweite Wert ist ohne Angabe der Messumgebung schwer einzuordnen – ein Sprung um das Fünffache auf einem Coding-Benchmark spricht eher für ein verändertes Agenten-Gerüst als für ein anderes Modell, und DeepSeek hat mit Harness genau in diesem Lauf ein eigenes veröffentlicht. Das Repository enthält laut Verzeichnis eine Datei `BENCHMARK.md`, deren Inhalt uns nicht vorlag.