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Amsterdamer Labor bringt zwölf kleine KI-Modelle direkt aufs Gerät

Das Amsterdamer Start-up Desert Ant Labs hat am 8. September 2026 zwölf spezialisierte KI-Modelle für Audio, Text und Bild veröffentlicht, die ohne Server auf Smartphone, Rechner oder im Browser laufen. Die Gewichte liegen auf Hugging Face, stehen aber unter einer eigenen Lizenz: kostenlos bis 100.000 aktive Geräte je Plattform und Modell.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 14. September 2026

Jedes der zwölf Modelle erledigt eine eng umrissene Aufgabe: Voz verschriftlicht Sprache, Clear bereinigt Aufnahmen, Uhm findet Füllwörter, Redact schwärzt personenbezogene Daten in 27 Sprachen, Tongue bestimmt die Sprache eines Textes aus drei Wörtern, Clips wählt Ausschnitte aus langen Videos. Sechs weitere, darunter zwei zur Inhaltsmoderation, sind in geschlossener Beta. Eingebunden werden sie über Programmbibliotheken für Swift, Kotlin und JavaScript.

Die Leistungsangaben stammen vom Anbieter. Voz soll zehn Minuten Audio auf einem iPhone in zwei Sekunden verschriftlichen. Clips zerlege ein zehnminütiges Video in fünf Sekunden in ein Dutzend Ausschnitte – zehnmal schneller als Claude Sonnet, mit 470-mal weniger Energie und gleicher Qualität. Das Team setzt die Modelle nach eigener Darstellung in seiner Video-App Detail anstelle von Cloud-Diensten ein. Nachgemessen hat das bisher nur ein YouTube-Kanal.

Better Stack testete die Modelle am 13. September. Die Transkription eines siebenminütigen Clips dauerte dort tatsächlich rund zwei Sekunden. Redact erkannte aber weder ein eingetipptes Passwort noch eine kanadische Sozialversicherungsnummer. Das Modell Ear, das die gesprochene Sprache bestimmt, hielt Lettisch mit 29 Prozent Zuversicht für Türkisch, und das Themenmodell Gist ordnete eine Studie über Hunde der Rubrik Kunst und Kultur zu.

Die Lizenz bezeichnet sich selbst als „source-available (not open source)“. Kostenlos ist die Nutzung unter 100.000 monatlich aktiven Geräten, gezählt je Modell und je Plattform; eine iOS- und eine Android-App haben also getrennte Kontingente, darüber ist eine kommerzielle Lizenz nötig. Konten unter gemeinsamer Kontrolle werden zusammengerechnet. Verboten ist, Modelle, Ausgaben oder Protokolle für das Training konkurrierender Gerätemodelle zu verwenden oder die Modelle einzeln weiterzuverbreiten.

Gezählt wird über eine Telemetrie in den Bibliotheken. Sie überträgt laut Lizenz nur eine Kennung zum Zählen der Geräte, keine Eingaben oder Ausgaben, und darf nicht verändert werden. Ganz neu sind die Modelle nicht: Die ersten Ablagen auf Hugging Face stammen vom Mai 2026, die Pressseite nennt als Gründung der niederländischen B.V. den August.