Alle Depeschen

DepescheRecht & Politik

Trump weist Ruf der KI-Chefs nach langsamerer Entwicklung zurück

US-Präsident Donald Trump hat am 13. September 2026 den Aufruf von Anthropic-Chef Dario Amodei zurückgewiesen, die KI-Entwicklung zu drosseln; Sam Altman und Elon Musk hatten ihm zugestimmt. Die USA lägen bei KI vor China, und das solle so bleiben, sagte Trump in Irland. Auch der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, lehnte ein Moratorium ab.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 14. September 2026

Trump sprach am Rand der Irish Open in seinem Golfresort im irischen Doonbeg mit Reportern. Leitplanken seien möglich, sagte er, doch viele „negative forces“ brächten das Thema auf und redeten über Dinge, die nicht eintreten würden.

Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus, nannte KI-Sicherheit am selben Tag bei Fox News Sunday ein lösbares Problem. Dass Musk und OpenAI Amodeis Vorschläge unterstützten, sei ein guter Schritt nach vorn.

David Sacks, Ko-Vorsitzender des Wissenschafts- und Technologiebeirats des Präsidenten, schrieb am 13. September um 3:14 Uhr UTC auf X, OpenAI und Anthropic sollten ruhig bremsen – dafür bräuchten sie aber niemandes Erlaubnis. Sie sollten nicht so tun, als müsse das Kartellrecht ausgesetzt werden, damit sie ein Kartell bilden könnten. METR, das Amodei als möglichen Prüfer nennt, hält Sacks wegen Verflechtungen mit Anthropics Investoren und Personal nicht für unabhängig.

Johnson lehnte in der CNN-Sendung „State of the Union“ ein Notfall-Moratorium des Kongresses ab, weil China die USA sonst überhole. Stattdessen will er die etwa sieben oder acht Chefs der großen KI-Plattformen zusammenrufen, wahrscheinlich ins Weiße Haus; mit Trump habe er darüber gesprochen. Einen Termin nannte er nicht. Einen staatlichen Notschalter, eine eigene Aufsichtsbehörde und eine Zulassungspflicht für Frontier-Modelle schloss er auf Nachfrage nicht aus, verwies aber darauf, dass der Kongress dafür Zeit brauche.

An den asiatischen Börsen gaben KI-nahe Aktien am Montag, 14. September, nach. Die Aktie des OpenAI-Investors SoftBank verlor zum Handelsstart in Tokio laut Reuters zeitweise 13,2 Prozent, die des Speicherherstellers Kioxia anfangs 9,8 Prozent. AP bringt den Einbruch mit Altmans Zustimmung zu Amodei in Verbindung; Reuters nennt als weitere Belastung die Lage im Nahen Osten.