Auf der Verteilerebene über der Stadtbahnstation „DO-Hauptbahnhof“ läuft ein mehrmonatiger Pilot. Ein lokaler Server analysiert die sieben bereits installierten Kameras und meldet auffällige Muster an die Leitstelle. Mitarbeitende können dann per Durchsage reagieren oder Einsatzkräfte informieren; zusätzliche Kameras sind nicht vorgesehen.
Die Kosten von 40.000 Euro, eine Laufzeit bis Ende 2026, 20 mögliche Treffer in den vergangenen zwölf Monaten und eine Speicherdauer von 94 Stunden nennt der Nordstadtblogger nach Angaben des Projektleiters. Die übrigen Quellen bestätigen diese Zahlen nicht unabhängig.
DSW21 und Staige erklären, die Auswertung arbeite ohne biometrische Identifizierung und ohne Cloud-Anbindung. Die Betreiber wollen keine längeren Speicherfristen einführen. Wie oft das System im Betrieb richtig oder falsch anschlägt, welche Trainingsdaten es nutzt und wie es rechtlich bewertet wird, bleibt offen.
Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen erklärte heise, das Projekt sei ihr nicht bekannt. Das ist keine Beanstandung, zeigt aber, dass eine solche Analyse vorhandener Verkehrskameras außerhalb klassischer Polizeiprojekte stattfinden kann.