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Berlin montiert Kameras für Verhaltensanalyse am Kottbusser Tor

Am 23. August 2026 begann am Berliner Kottbusser Tor die Montage von etwa 30 Kameras für eine polizeiliche Verhaltensanalyse. In der Kalibrierungsphase werden Axis-Geräte mit Software von adesso und dem beteiligten Video-KI-Unternehmen Staige verbunden. Die Ausschreibung nennt rund vier Millionen Euro.

Nach Angaben der Polizei gegenüber netzpolitik.org werden etwa 30 Kameras schrittweise in das System eingebunden. Verwendet werden die Modelle Axis Q1809-LE und Q3839-PVE. Die Kalibrierung soll das System an die Bedingungen vor Ort anpassen und seine Funktion prüfen.

Den Zuschlag erhielt die Dortmunder adesso SE. Für die Video-KI arbeitet sie mit Staige zusammen, an dem adesso beteiligt ist. Die Ausschreibung veranschlagt dafür rund vier Millionen Euro. Die Software soll unter anderem Schläge und Tritte erkennen; das mögliche Verfolgen von Personen über mehrere Kameras ist eine Produktbeschreibung, nicht als Berliner Betriebsfunktion bestätigt.

Die Verhaltensanalyse läuft neben der herkömmlichen Aufzeichnung erkennbarer Videobilder, die standardmäßig bis zu einem Monat gespeichert werden können. Die politische Aussage, Gesichter würden in der Auswerteschicht nicht erkennbar sein, beschreibt daher nur einen Teil des Systems. Welche Verhaltensmuster als unerwünscht gelten, ist nicht offengelegt.