Der aggregierte Befund: Cash-Capex wächst über die fünf Unternehmen hinweg mit etwa 70 % im Jahr, der operative Cashflow mit etwa 23 %. Der Schnittpunkt liegt je nach Unternehmen unterschiedlich – Oracle hat ihn laut Analyse bereits überschritten, Amazon überquert ihn um die Jahresmitte 2026, Alphabet etwa Q1 2027, Meta etwa Q3 2027 und Microsoft erst etwa Q3 2028.
Epoch AI betont selbst die Grenzen der Rechnung: Es sind „einfache Trendfortschreibungen“. Der aggregierte Schnittpunkt reagiert empfindlich auf das gewählte Anpassungsfenster (je nach Startpunkt verschiebt er sich grob zwischen Q2 und Q4 2026), saisonale Schwankungen können ihn um rund ein Quartal verschieben, und – der entscheidende Vorbehalt – die Analyse modelliert nicht, ob die KI-Investitionen den künftigen Cashflow selbst anheben. Genau daran, an der Rendite des Capex, hängt, ob das Überschreiten ein Warnsignal oder nur eine Wachstumsphase ist.
Einordnung: Die Analyse fügt sich in das Bild wachsender Finanzierungsfragen rund um den KI-Ausbau – von OpenAIs Ausgaben-Umsatz-Lücke bis zu den Konflikten um Rechenzentrums-Standorte. Sie liefert keine Prognose, sondern eine Belastungsprobe der bisherigen Annahme „aus dem Cashflow finanzierbar“.