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Informationsfreiheitsklage legt vier Pentagon-KI-Verträge offen

The Intercept veröffentlichte am 8. September 2026 über 400 Seiten Vertragsunterlagen des US-Verteidigungsministeriums zu OpenAI, Google, Anthropic und xAI. Erstritten hat sie die Organisation Legal Advocates for Safe Science and Technology per Klage nach dem Freedom of Information Act; jeder der vier Verträge hat ein Volumen von bis zu 200 Millionen US-Dollar.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 8. September 2026

LASST stellte die FOIA-Anträge zwischen März und Mai 2026 im Auftrag von The Intercept und dem Reporter Sam Biddle. Als das Ministerium die Frist verstreichen ließ, klagte die Organisation im April 2026 vor dem Bundesbezirksgericht für den Südlichen Bezirk von New York; die erweiterte Klage datiert vom 9. Juli 2026. Angefragt waren Unterlagen zu neun Unternehmen.

Herausgegeben wurden im August 2026 vier ausgeführte Verträge: Anthropics Grundvergabe vom 14. Juli 2025, xAIs Änderung vom 18. Dezember 2025, OpenAIs vom 27. Februar 2026 und Googles vom 24. März 2026. Für die übrigen fünf Unternehmen – darunter Microsoft, Amazon Web Services, Nvidia und Oracle – liegen bislang keine Dokumente vor.

Aus dem Vertragstext zitiert The Intercept die Zusage, die Strategie des Ministeriums und seines Chief Digital and Artificial Intelligence Office zu Frontier-KI mitzugestalten und Rückmeldung zu geben, damit KI-Fähigkeiten den Bedarf der Truppe erfüllen. Genannt wird außerdem die schrittweise Anpassung von Frontier-Modellen an reale Aufgaben in Nachrichtengewinnung, Cybersicherheit und autonomen Systemen. Zugelassen sind laut Bericht Prototypen für Gefechtsführung und automatisierte Entscheidungsfindung; wie weit das reicht, verdecken Schwärzungen teilweise.

Der Bericht stellt das den früheren Selbstverpflichtungen gegenüber: OpenAI untersagte militärische und kriegerische Nutzung bis 2024 ausdrücklich, Google hob ein eigenes Verbot für Überwachungsanwendungen auf. OpenAI-Sprecher Nate Evans erklärte, die Werkzeuge unterstützten legitime nationale Sicherheitsarbeit einschließlich Cyberabwehr und verweigerten Nutzungen jenseits der öffentlich benannten roten Linien. Anthropic, Google und xAI äußerten sich nicht.