Der Bericht der Unabhängigen Internationalen Untersuchungsmission zu Iran trägt das Aktenzeichen A/HRC/63/61 und ist auf den 18. September 2026 datiert. Er findet hinreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass die USA das Kriegsverbrechen eines unterschiedslosen Angriffs begangen haben: Die Grundschule in Minab sei als solche erkennbar gewesen, und die USA hätten ihre Pflicht verletzt, alles praktisch Mögliche zur Prüfung des Ziels zu unternehmen.
Der Staatsanwalt von Minab, Ebrahim Taheri, nannte am 9. April 2026 eine endgültige Zahl von 156 Toten, darunter 120 Schulkinder, 26 Lehrerinnen und sieben Eltern. Unabhängige Erhebungen kommen auf 157 Tote, davon 123 Kinder im Alter von höchstens 13 Jahren; ein Mitglied des Roten Halbmonds meldete zusätzlich 110 Verletzte.
Künstliche Intelligenz kommt im UN-Bericht nicht vor. Die Mission stützt die Zuschreibung auf die New York Times, nach deren Bericht vom 11. März 2026 die Zielkoordinaten aus veralteten Geheimdienstdaten stammten, die das Schulgebäude einer angrenzenden Militäranlage zurechneten, sowie auf die Bestätigung des Centcom-Befehlshabers Brad Cooper vom 19. Mai 2026.
Die Verbindung zur KI zieht erst Bloomberg. Danach beschreiben Beteiligte der internen Prüfung drei Fehlerquellen: falsche Geheimdienstdaten, veraltete Satellitenbilder und einen zu großen Verlass auf Maven. Das Gelände stand jahrelang als Anlage der Revolutionsgarden in US-Datenbanken, während kommerzielle Aufnahmen bereits 2017 Mauern und einen eigenen Zugang zeigten. Beschäftigte erwarteten, dass Maven veraltete oder widersprüchliche Einträge kennzeichnet.
Palantir erklärte gegenüber Bloomberg, das Unternehmen sei weder für die zugrunde liegenden Daten noch für das Erkennen von Lücken in den Geheimdienstinformationen verantwortlich; für ein Versagen seiner Software gebe es keinen Beleg. Nach dem Angriff ergänzte Palantir Maven um zusätzliche Kennzeichnungen für zweifelhafte Einträge. Die Teams des Ministeriums zur Verringerung ziviler Schäden waren zuvor um rund 90 Prozent auf weniger als 20 Personen geschrumpft, bei Centcom von zehn auf eine.