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Google meldet 1.072 behobene Chrome-Sicherheitsfehler

Google teilte am 30. Juli 2026 mit, in Chrome 149 und 150 insgesamt 1.072 Sicherheitsfehler behoben zu haben. Das seien mehr als in den 23 vorherigen Meilensteinen zusammen. Google führt den Anstieg auf Big Sleep, einen Gemini-gestützten Code-Scanner und modellgestützte Triage zurück; ob dadurch Angriffe seltener werden, ist nicht belegt.

Der Chrome-Sicherheitsbericht nennt außerdem mehr als 20 vor der Auslieferung abgefangene Schwachstellen im Mai, darunter ein kritisches S1+-Problem. Big Sleep, gemeinsam mit DeepMind und Project Zero entwickelt, fand laut Google Fehler in der JavaScript-Engine V8 und in Grafikkomponenten. Ein Sandbox-Ausbruch, den das Team behob, soll 13 Jahre in der Codebasis verborgen gewesen sein.

Anfang 2026 kam ein Gemini-gestützter Agent hinzu, der die breitere Chrome-Codebasis durchsucht und Fehlalarme reduzieren soll. Auch die erste Einordnung von Meldungen wurde laut Google automatisiert; zuvor dauerte diese Triage je nach Fall fünf bis mehr als 30 Minuten. BleepingComputer nennt Naptime als Vorläufer von Big Sleep.

Bis März erhielt Google nach eigener Darstellung mehr Sicherheitsmeldungen als im gesamten Jahr 2025. Das Unternehmen änderte daraufhin sein Vulnerability Reward Program und richtete es stärker auf Funde aus, die automatisierte Werkzeuge nicht bereits abdecken.

SecurityWeek zählte in einzelnen Mitteilungen 16, 21 und 100 Schwachstellen nach. Den Zusammenhang mit KI bezeichnet die Fachseite als wahrscheinlich, nicht als nachgewiesen. Auch Googles Gesamtzahl ist eine eigene Zählung; behobene Fehler messen weder die Zahl erfolgreicher Angriffe noch den tatsächlichen Sicherheitsgewinn.