Alle Depeschen

DepescheBrancheneu

Google Cloud nimmt OpenAI-Modelle in private Vorschau auf

Google Cloud bietet seit dem 21. Oktober 2026 OpenAIs Modelle GPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna an – zunächst in einer privaten Vorschau für ausgewählte Unternehmenskunden im Model Garden, Googles Modellkatalog. Weitere Modelle sollen folgen. Abgerechnet wird über den Google Cloud Marketplace.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 22. Oktober 2026

Laut Michael Gerstenhaber, bei Google Cloud für Gemini-Produkte zuständig, können Kunden die Modelle ab sofort über Googles Programmierschnittstellen nutzen. Wer mit OpenAIs Programmier-Agenten Codex arbeitet, kann dessen Kommandozeilen- und Desktop-Version direkt an Googles Gemini-Plattform anbinden; die Rechenarbeit läuft dann bei Google. Später sollen die Modelle auch in Gemini for business und in Googles Entwicklungsumgebung Antigravity erscheinen.

Die Nutzung erscheint auf der regulären Google-Cloud-Rechnung, wird auf bestehende Abnahmezusagen angerechnet und zählt zu Googles anbieterübergreifenden Sparplänen. Prompts, Kontext und Ausgaben verlassen laut Google den vom Kunden festgelegten Datenbereich nicht und dienen nicht dem Training von Basismodellen. Die Modelle laufen auf eigens dafür bereitgestellter Google-Infrastruktur; Optionen ohne Datenspeicherung (Zero Data Retention) und vertrauliche Verarbeitung (Confidential Compute) sind erst angekündigt.

Seit Microsoft und OpenAI ihre Partnerschaft im April gelockert haben, darf OpenAI seine Produkte über weitere Clouds ausliefern; Azure bleibt bevorzugt. Für GPT-6 Astra hatte OpenAI zum Start im September auch AWS als Bezugsweg genannt, OpenAIs offene Modelle gpt-oss gibt es bereits auf Googles Plattform Vertex AI. Google beansprucht nun, als einziger großer Cloudanbieter die drei führenden geschlossenen Modellfamilien anzubieten – also neben Gemini auch Claude und GPT.