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Die Speicherkrise erreicht die App-Entwickler: Google Play misst ab Februar 2027 den RAM-Verbrauch

Google hat im Android-Developers-Blog neue Qualitätsanforderungen für den Play Store angekündigt: Ab Februar 2027 gelten Obergrenzen für den Arbeitsspeicher, den eine App belegen darf, gestaffelt nach RAM-Ausstattung des Geräts und danach, ob die App im Vorder- oder Hintergrund läuft. Für Apps auf 4-GB-Geräten liegt die Grenze im Vordergrund bei 2 GB (Anonymous RSS + Swap), auf 8-GB-Geräten bei 2,25 GB; für Spiele gelten durchweg höhere Werte. Dazu kommen Schwellen für Bitmap-Speicher und eine Mindestquote von 25 Prozent optimiertem DEX-Code. Wer sie reißt, muss mit Einschränkungen bei Sichtbarkeit und Veröffentlichung rechnen. Als Grund nennt Google „significant hardware supply constraints that are altering device memory availability“ – den KI-Boom, der diese Knappheit treibt, benennt der Blogeintrag nicht.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 28. August 2026

Die Anforderungen betreffen drei Messgrößen. Erstens die dynamische Speichernutzung, die Google als „anonymous RSS + swap“ definiert – „the memory used for your app’s private data storage, including both active and compressed memory“. Zweitens den von Bitmaps belegten Speicher. Drittens den Anteil optimierten DEX-Codes, der bei mindestens 25 Prozent liegen muss; das greift erst ab einer gewissen Codegröße (Apps mit mehr als 10 MB, Spiele mit mehr als 50 MB DEX-Code).

Die Grenzwerte in der Play-Console-Hilfe sind nach RAM-Klasse des Geräts und App-Zustand gestaffelt und als 90.-Perzentil-Werte angelegt. Für Apps auf 4-GB-Geräten nennt die Tabelle 2 GB im Vordergrund, für 8-GB-Geräte 2,25 GB; im Hintergrund liegen die Werte deutlich niedriger, auf 12-GB-Geräten etwa bei 1,75 GB. Spiele dürfen durchgehend mehr belegen – auf 4-GB-Geräten 2,25 GB im Vordergrund. Die Konsequenz formuliert Google zurückhaltend: „Apps and games that do not meet these thresholds may see reduced app visibility and publishing capabilities on Google Play.“

Den Anlass nennt der Blogeintrag im ersten Satz des Speicher-Abschnitts: „The mobile industry is navigating significant hardware supply constraints that are altering device memory availability.“ Von KI-Rechenzentren ist dort nicht die Rede. TechCrunch stellt die Verbindung her und ordnet die Regeln als Reaktion auf Lieferengpässe ein, die der Rechenzentrumsboom verursacht – mit besonderer Wirkung auf Einstiegsgeräte, bei denen der Preis über die Speicherausstattung entscheidet. Diese Kausalität ist damit journalistische Einordnung, nicht Googles eigene Angabe.

⚠️ Einordnung der Zahlen: Die Schwellwerte stammen aus der Play-Console-Hilfe und wurden von uns in zwei getrennten Abrufen übereinstimmend gelesen; wir führen hier nur die doppelt bestätigten Werte. Die vollständige Tabelle staffelt feiner (4, 6, 8, 12 und 16 GB, jeweils Vordergrund, nutzerwahrnehmbare Dienste und Hintergrund) und kann sich bis zur Durchsetzung im Februar 2027 noch ändern.