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Google schickt erste KI-Beschleuniger zum Härtetest in den Orbit

Google hat am 24. September 2026 bestätigt, erstmals eigene TPUs in eine niedrige Erdumlaufbahn zu schicken; der Start soll nach Googles Angabe in der folgenden Woche erfolgen, als Mitflug auf SpaceX’ Transporter-18-Mission und auf einem von Planet gebauten Satelliten. Geprüft wird allein, ob die Chips Start, Strahlung und Kühlung im Vakuum überstehen.

Im Orbit steht mehr Energie zur Verfügung: In einer niedrigen Erdumlaufbahn erreichen Satelliten nach Googles Angaben bis zu achtmal mehr Solarleistung als auf der Erde. Der Weg dorthin belastet die Hardware jedoch – rund zehn Minuten Aufstieg mit anhaltenden Beschleunigungen bis zum Zehnfachen der Erdanziehung, an einzelnen Bauteilen wie den Chips bis zum 50- bis 100-Fachen.

Am Boden hat Google die Chips in einem Protonenstrahl beschossen und dabei echte KI-Lasten laufen lassen. Die Trillium-TPUs überstanden eine Gesamtdosis, die über der einer fünfjährigen Weltraummission liegt. Gekühlt wird mit Heatpipes und Radiatoren, geprüft in einer Thermal-Vakuumkammer; wie das im All funktioniert, ist nach Googles eigener Formulierung offen.

Ein Begleitvideo, das Google zwei Tage vor dem Beitrag veröffentlichte, nennt einen Befund, den der Beitrag selbst auslässt: In den Strahlungstests trat eine stille Datenverfälschung auf – ein Rechenfehler, der unbemerkt ins Ergebnis wandert. Es sei das erste Mal, dass so etwas in einem Strahlungstest gefunden wurde, sagt ein Mitglied des Projektteams. Welche Folgen das hat, bleibt offen; das Gesamturteil lautet, die TPUs hätten sich bemerkenswert gut gehalten.

Der Satellit kann die eigentliche Idee nicht prüfen. Rechenzentren im Orbit bräuchten viele Satelliten, die per Laser mit hoher Bandbreite verbunden sind; das testet Google nach eigener Ankündigung erst 2027 mit zwei Flugkörpern. Künftige Bauformen sollen jeweils Dutzende TPU-Chips tragen. Partner Planet hatte ursprünglich zwei Prototypen für Anfang 2027 angekündigt – der jetzige Testflug zieht das vor.

Zu diesem einen Satelliten nennt Google keine Kennzahlen. Zahl der Beschleuniger, Satellitenname, Solarleistung und die häufig zitierten 15 Minuten Rechenbetrieb je Durchgang stammen aus einem Bericht der New York Times; Ars Technica, The Verge und heise berufen sich darauf. Für diese Angaben sind die drei Wiedergaben deshalb ein Beleg, nicht drei – und wie lange die Abkühlpause dauert, nennt keine von ihnen.