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SpaceXAI stellt Grok Build unter Apache 2.0 – ein einziger Commit, ohne History

Nach dem Befund, dass Grok Build ganze Repositories in einen SpaceXAI-Bucket hochlud, hat das Unternehmen den Quellcode des Coding-Agenten am 15. Juli 2026 unter Apache 2.0 auf GitHub veröffentlicht (xai-org/grok-build). Der Code umfasst rund 844.530 Zeilen Rust samt Agent-Loop, Werkzeugen, Terminal-UI und Plugin-System. Das Repository trägt allerdings nur einen einzigen Commit – die Entwicklungsgeschichte fehlt vollständig, und externe Beiträge nimmt SpaceXAI laut CONTRIBUTING.md nicht an.

Das Repository xai-org/grok-build ist seit dem 15. Juli 2026 öffentlich und steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Beschrieben wird Grok Build darin als „full-screen TUI that understands your codebase, edits files, executes shell commands, searches the web, and manages long-running tasks“; es lässt sich interaktiv, headless für Skripte und CI oder eingebettet über das Agent Client Protocol betreiben. Der Code ist zu 99,6 Prozent Rust und umfasst laut Simon Willison rund 844.530 Zeilen, von denen nur etwa drei Prozent auf mitgelieferte Abhängigkeiten entfallen.

Die auffälligste Einschränkung steht im Repository selbst: Der Hauptzweig trägt genau einen Commit. Die Veröffentlichung ist damit ein Codeabzug zu einem Stichtag, kein einsehbarer Entwicklungsverlauf – gerade bei einem Vorgang, dessen Kernfrage lautet, seit wann und warum der Upload-Pfad existierte, fällt diese Lücke ins Gewicht. Externe Beiträge sind laut CONTRIBUTING.md ausgeschlossen; das Repository ist offengelegt, nicht gemeinschaftlich entwickelt.

Zum Upload-Pfad selbst berichtet The Decoder, Reste der Funktion seien im Code weiterhin vorhanden, aber deaktiviert. SpaceXAI rahmt die Freigabe als Datenschutz-Argument: Nutzer könnten Grok Build „fully open-sourced and local-first“ mit eigener Inferenz betreiben. Elon Musk hatte zugesagt, alle bereits hochgeladenen Nutzerdaten vollständig zu löschen. Beides sind Partei-Angaben und bislang nicht unabhängig überprüft – der veröffentlichte Client-Code kann sie ihrer Natur nach auch nicht belegen, da er über die Serverseite nichts aussagt.

Ein Datums-Widerspruch bleibt offen und wird hier nicht aufgelöst: The Decoder schreibt, die Datenspeicherung sei „seit dem 12. Juli standardmäßig abgeschaltet“; die reproduzierbare Wire-Level-Analyse von „cereblab“ maß das Ende der Storage-Anfragen dagegen erst am 13. Juli 2026. Die Messung betraf allerdings nur einen Rechner und ein Konto – ob die Abschaltung gestaffelt ausgerollt wurde, ist damit ebenso wenig belegt wie das von SpaceXAI genannte Datum.

Zur Vorgeschichte: Auslöser war der Befund, dass Grok Build CLI 0.2.93 unabhängig von den tatsächlich gelesenen Dateien einen Schnappschuss des gesamten Arbeitsverzeichnisses in den Bucket gs://grok-code-session-traces lud – bei einem 12-GB-Repository 5,10 GiB gegenüber 192 KB, die das Modell brauchte. Nutzer berichteten laut Simon Willison, dabei SSH-Schlüssel, Passwortmanager-Datenbanken, Dokumente, Fotos und Videos verloren zu haben.