Die Schülerinnen und Schüler nutzten Khan Academy mit einem Tutor, der auf Hinweise und Coaching statt auf fertige Antworten eingestellt war. Der gemessene Effekt der Zuweisung lag bei 1,3 nationalen Perzentilrängen pro Halbjahr. Für ein volles Jahr tatsächlicher aktiver Nutzung errechnen die Autoren 0,14 Standardabweichungen.
Der Zugang war nicht das Hauptproblem: 96 Prozent probierten Khanmigo mindestens einmal aus. Der Median-Schüler schrieb dem Tutor aber nur an einem Drittel seiner Übungstage und in 17 Prozent der Sitzungen mit einem Fehler. Viele Eingaben bestanden aus kurzen Antworten oder Klicks auf vorgeschlagene Prompts.
Damit misst das Experiment vor allem eine Nutzungslücke. Der Tutor war pädagogisch konfiguriert, wurde aber selten für einen längeren mathematischen Dialog eingesetzt. Die Autoren vergleichen den Lernzuwachs ausdrücklich mit dem Üben auf Khan Academy ohne KI-Unterstützung.
Das EdWorkingPaper ist ein nicht begutachteter Preprint. Die Abstract-Seite nennt keine Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler; eine deutschsprachige Deutung, sie hätten das Werkzeug absichtlich ausgetrickst, geht über den dort belegten Befund hinaus.