Microsoft stellt Copilot Cowork auf Verbrauchsabrechnung um – DeepSeek V4 erwogen
Microsoft macht das agentische Office-Werkzeug Copilot Cowork laut Axios allgemein verfügbar und rechnet es künftig verbrauchsbasiert ab. Copilot-Chef Charles Lamanna begründet das damit, dass eine Flatrate bei stark agentischer Nutzung nicht tragbar sei. Geprüft wird zudem, eine angepasste Version von DeepSeek V4 als günstigeres Modell einzusetzen.
Copilot Cowork ist Microsofts agentisches Office-Werkzeug, das auf Anthropics Claude-Technik aufsetzt und Aufgaben mit ausgeprägtem, token-intensivem Reasoning erledigt. Laut Axios (16. Juni 2026) wurde es allgemein verfügbar gemacht und auf verbrauchsbasierte Abrechnung umgestellt; die genaue Abrechnungseinheit (etwa Token oder Credits) ist dabei nicht eindeutig benannt.
Charles Lamanna, EVP für Copilot, begründet den Schritt sinngemäß damit, dass ein Flatrate-Modell nicht tragbar sei: Manche Nutzer erledigten „hunderte Aufgaben pro Woche“ und trieben die Kosten entsprechend hoch. (Die Aussage liegt als Paraphrase der Berichterstattung vor, nicht als wörtlich nachprüfbares Zitat.)
Parallel prüft Microsoft laut Bericht, eine angepasste, fein getunte Version von DeepSeek V4 – oder ein anderes Open-Weight-Modell – als günstigere Alternative einzusetzen; eine Entscheidung werde in den kommenden Wochen erwartet. Käme es dazu, wäre das Modell optional und vollständig in Microsofts Azure-Cloud gehostet (Kundendaten blieben dort), mit Anpassungen gegen Verzerrungen.
Einordnung: Microsoft hatte denselben Wechsel bereits bei GitHub Copilot vollzogen. Der Trend zeigt, wohin die Reise bei agentischen Assistenten geht – weg von der Flatrate, hin zu nutzungsabhängigen Preisen und zu modell-agnostischem Sourcing, bei dem Anbieter je nach Aufgabe das günstigste tragfähige Modell wählen.