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Microsoft stellt Copilot Cowork auf Verbrauchsabrechnung um – DeepSeek V4 erwogen

Microsoft macht das agentische Office-Werkzeug Copilot Cowork laut Axios allgemein verfügbar und rechnet es künftig verbrauchsbasiert ab. Copilot-Chef Charles Lamanna begründet das damit, dass eine Flatrate bei stark agentischer Nutzung nicht tragbar sei. Geprüft wird zudem, eine angepasste Version von DeepSeek V4 als günstigeres Modell einzusetzen.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 9. Juli 2026

Copilot Cowork ist Microsofts agentisches Office-Werkzeug, das auf Anthropics Claude-Technik aufsetzt und Aufgaben mit ausgeprägtem, token-intensivem Thinking / ReasoningModus, in dem ein Modell vor der Antwort sichtbare Zwischenschritte „durchdenkt“. Das hebt die Qualität bei schweren Aufgaben, kostet aber mehr Tokens und Zeit – oft über einen Aufwand-Regler steuerbar.Mehr im Wissen → erledigt. Laut Axios (16. Juni 2026) wurde es allgemein verfügbar gemacht und auf verbrauchsbasierte Abrechnung umgestellt; die genaue Abrechnungseinheit (etwa TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → oder Credits) ist dabei nicht eindeutig benannt.

Charles Lamanna, EVP für Copilot, begründet den Schritt sinngemäß damit, dass ein Flatrate-Modell nicht tragbar sei: Manche Nutzer erledigten „hunderte Aufgaben pro Woche“ und trieben die Kosten entsprechend hoch. (Die Aussage liegt als Paraphrase der Berichterstattung vor, nicht als wörtlich nachprüfbares Zitat.)

Parallel prüft Microsoft laut Bericht, eine angepasste, fein getunte Version von DeepSeek V4 – oder ein anderes open-weightModell, dessen trainierte Gewichte öffentlich herunterladbar sind, sodass man es selbst (lokal oder auf eigener Hardware) betreiben kann. Nicht zwingend vollständig quelloffen – die Lizenz bestimmt die erlaubte Nutzung.Mehr im Wissen → – als günstigere Alternative einzusetzen; eine Entscheidung werde in den kommenden Wochen erwartet. Käme es dazu, wäre das Modell optional und vollständig in Microsofts Azure-Cloud gehostet (Kundendaten blieben dort), mit Anpassungen gegen Verzerrungen.

Einordnung: Microsoft hatte denselben Wechsel bereits bei GitHub Copilot vollzogen. Der Trend zeigt, wohin die Reise bei agentischen Assistenten geht – weg von der Flatrate, hin zu nutzungsabhängigen Preisen und zu modell-agnostischem Sourcing, bei dem Anbieter je nach Aufgabe das günstigste tragfähige Modell wählen.