Microsofts Copilot soll auf Windows-PCs Dateien lesen und handeln
Microsoft hat am 7. Oktober 2026 einen Copilot für Windows 11 angekündigt, der mit Erlaubnis der Nutzer lokale Dateien liest, Aktionen im System ausführt und auf dem PC laufende Modelle nutzt. Er soll in den kommenden Monaten auf Copilot+-PCs erscheinen. Die Agenten-Container MXC sind ab sofort allgemein verfügbar.
✓ Aussagen gegen die Quellen geprüft · 8. Oktober 2026
Laut Windows-Chef Pavan Davuluri soll Copilot Dateien ordnen, Gerätediagnosen auswerten, Fehler beheben, programmieren und Arbeitsabläufe direkt auf dem Gerät erledigen. Dafür kombiniert er lokale Modelle mit Cloud-Modellen. Verfügbarkeit und Zeitpunkt können nach Microsofts Angaben je nach Gerät, Markt und Chip abweichen. Die Windows-Suche bekommt Tausende neue Aktionen, etwa Fenster anordnen oder den Dunkelmodus schalten; Insider im experimentellen Kanal erhalten sie sofort, die optionale Einbindung von Copilot folgt später im Jahr in ausgewählten Märkten.
Die Microsoft Execution Containers isolieren Agenten je nach Bedarf auf Prozessebene, im Linux-Subsystem, in virtuellen Maschinen oder in Windows 365 for Agents. Unterstützt werden laut Microsoft bereits Codex, GitHub Copilot, OpenClaw, Replit, LM Studio, Nvidias OpenShell und Unsloth; Claude Code soll folgen. Ars Technica verweist darauf, dass Fragen zu Sicherheit und Akzeptanz nach früheren Fehltritten Microsofts und jüngsten Agenten-Pannen offen bleiben.
Als lokale Modelle nennt Microsoft MAI Code 1.1 Flash mit 137 Milliarden Parametern, von denen 6,8 Milliarden je Token aktiv sind, in 3-Bit-Fassung mit 256.000 TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → Kontext, außerdem ein kommendes Nemotron-Modell von Nvidia mit gut 20 GB Speicherbedarf und DeepSeek V4 Flash mit 284 Milliarden Parametern. Letzteres läuft auf Nvidias Arm-Chip RTX Spark, mit dem der Surface Laptop Ultra ab 2.599 Dollar und bis zu 128 GB gemeinsamem Speicher ab 16. Oktober ausgeliefert wird.