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Mozilla-Report: offene Modelle fast auf Augenhöhe – aber nur 4 % der Umsätze

Mozilla hat im Juli 2026 den ersten „State of Open Source AI“-Report (V1.0) veröffentlicht – eine wiederkehrende Bestandsaufnahme des offenen Modell-Ökosystems. Kernbefunde: Der Leistungsabstand offener zu führenden geschlossenen Modellen liegt in der LMSYS Chatbot Arena bei rund 3,3 Prozentpunkten (März 2026), bei Coding, Instruction-Following und Allgemeinwissen sieht der Report Gleichstand. Die Inferenzkosten fielen in 36 Monaten von rund 20 $ auf etwa 0,40 $ je Million Token. Wirtschaftlich bleibt die Kluft: Auf offene Modelle entfallen laut OpenRouter-Auswertung rund 20 % der Nutzung, aber nur etwa 4 % der Umsätze.

Der Report („A recurring assessment of the open model ecosystem“, V1.0, Juli 2026) zeichnet den Leistungsabstand offener Modelle in der LMSYS Chatbot Arena über die Zeit nach: von 8,04 % im Januar 2024 auf 0,5 % im August 2024 – den bislang engsten Stand – und wieder auf 3,3 % im März 2026. Der Abstand ist also zuletzt nicht weiter geschrumpft, sondern wieder gewachsen. Bei Coding, Instruction-Following und Allgemeinwissen konstatiert der Report jedoch Parität.

Ökonomisch nennt der Report einen Rückgang der Inferenzkosten um das rund 50-Fache in 36 Monaten: von etwa 20 $ auf 0,40 $ je Million Token. Zugleich zeigt eine Auswertung von OpenRouter-Daten (Mai bis September 2025) die Umsatz-Asymmetrie: Auf geschlossene Modelle entfallen rund 80 % der Nutzung und rund 96 % der Umsätze – bei vergleichbarer Leistung liege der Preisunterschied bei etwa dem Sechsfachen je Aufruf. Aus einem Entwickler-Survey berichtet Mozilla, dass 79 % der Entwickler mit KI-Features offene Modelle einsetzen (geschlossene: 71 %), produktiv im Einsatz haben aber nur 51 % offene gegenüber 63 % geschlossenen Modellen.

Zur Belegtiefe: Die deutsche Berichterstattung (heise) gibt den Nutzungsanteil offener Modelle mit „etwa einem Drittel“ an; der Report selbst weist für den Betrachtungszeitraum rund 80 % Nutzung für geschlossene Modelle aus, was offene bei rund 20 % verortet. Wir folgen hier den Zahlen der Primärquelle. Die Adoptionswerte (51 % / 63 %) beziehen sich im Report auf den produktiven Einsatz, nicht auf die Nutzung insgesamt.