Laut Mitteilung des Gouverneursbüros pausiert New York staatliche Umweltgenehmigungen für neue Hyperscale-Rechenzentren für bis zu ein Jahr. In dieser Zeit soll die Regulierungsbehörde Department of Public Service (DPS) ein Generic Environmental Impact Statement (GEIS) entwickeln – einen einheitlichen Prüfrahmen, der Energiebedarf, Wassernutzung und -qualität sowie Luftqualität künftiger Rechenzentren bewertet. Während der GEIS-Erarbeitung erteilt die Umweltbehörde Department of Environmental Conservation (DEC) keine Ermessens-Genehmigungen, die noch nicht als vollständig anerkannt sind.
TechCrunch berichtet, die DEC vergebe keine neuen Genehmigungen für Rechenzentren ab 50 Megawatt und mehr, wovon potenziell über ein Dutzend Projekte betroffen seien; bereits vor der Anordnung vollständig genehmigte Vorhaben sind ausgenommen. Parallel bringt die Legislative eigene Gesetzentwürfe voran (unter anderem eine einjährige Baupause für Zentren über 20 MW sowie ein Vorschlag für ein dreijähriges Moratorium).
Hochul begründet den Schritt mit dem Schutz von Stromkundinnen und -kunden, Umwelt, Netz und Anwohnern – Fortschritt dürfe nicht mit höheren Stromrechnungen, aufgezehrten Wasservorräten oder Lärm einhergehen. Einzuordnen ist das im breiteren Trend wachsenden Widerstands gegen Rechenzentren: Bereits im ersten Quartal 2026 wurden landesweit Projekte im Wert von rund 130 Mrd. $ blockiert oder verzögert. Die Bundesebene unter der Trump-Regierung fördert den Rechenzentrumsausbau dagegen – der Konflikt zwischen Bundes- und Staatsebene dürfte sich zuspitzen.