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UNAM lässt Zulassungsergebnisse nach KI-Überwachung neu prüfen

Mexikos UNAM nahm ihre Zulassungsprüfung erstmals vollständig online mit KI-gestützter Fernaufsicht ab. Weil ungewöhnlich viele hohe Punktzahlen auftraten, sollen rund 58.000 Bewerber eine neue Prüfung in Präsenz schreiben. Die Universität betont, dass die KI nur Warnungen erzeugte und Mitarbeitende über Annullierungen entschieden.

Bei 120 Fragen erreichten 2026 insgesamt 16,3 Prozent der Teilnehmenden mindestens 100 richtige Antworten; in den Vorjahren waren es 3,5 Prozent. Die Schwelle von 110 richtigen Antworten überschritten 5,5 Prozent statt früher 0,9 Prozent. Insgesamt nahmen rund 158.700 Menschen teil. Die Fernaufsicht meldete Auffälligkeiten, automatische Annullierungen sollte sie laut UNAM nicht selbst auslösen.

Eine technische Kommission mit 15 Mitgliedern empfahl am 31. Juli ein Kontroll-Examen. Eingeladen werden sowohl bereits ausgewählte Bewerber als auch Personen, die die niedrigste ausreichende Trefferzahl der Jahre 2021 bis 2026 erreicht haben. Die Studienplätze sollen ausschließlich nach dem neuen Ergebnis vergeben werden. Die Universität betont ausdrücklich, dass die Einladung keine Beschuldigung darstellt; der Semesterbeginn wurde verschoben.

Die Prüfung lief über Territorium Life. Für die digitalen Prüfungen 2026 vergab die UNAM bis zu 101.757.810 mexikanische Pesos per Direktvergabe. Die Anbieterfirma erklärt, ihre Software habe fehlerfrei gearbeitet. Die Kommission selbst veröffentlichte die Universität nicht vollständig; die Angaben zu Punktzahlen und Bewerberzahl stammen aus ihren Mitteilungen und mexikanischen Medien.