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Nscale nennt den Kunden hinter 73 Prozent des Umsatzes nicht

Der britische KI-Rechenzentrumsbetreiber Nscale reichte am 18. September 2026 seinen Börsenprospekt bei der US-Börsenaufsicht ein. Darin steht, dass ein einzelner Kunde 2025 für 73 Prozent des Umsatzes stand – seinen Namen nennt das Dokument nicht. Die Financial Times berichtet, es handle sich um ByteDance.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 23. September 2026

Die Konzentration benennt das Dokument selbst: Auf den größten Kunden entfielen 2025 73 Prozent des Umsatzes, 2024 waren es 93 Prozent, im ersten Halbjahr 2026 noch 52 Prozent. Der Umsatz stieg in diesem Halbjahr von 10,4 auf 140,6 Millionen Dollar, der Nettoverlust auf 1,02 Milliarden Dollar.

Eine Volltextsuche im Hauptdokument der Einreichung findet „ByteDance“ kein einziges Mal, „Microsoft“ dagegen 25-mal und „Anthropic“ 33-mal. Die Financial Times berichtet, der Konzern tauche nur über eine Singapurer Tochtergesellschaft in einem Anhang auf; unabhängig bestätigt ist diese Zuordnung bisher nicht.

Die beiden genannten Großkunden stehen mit Summen im Prospekt. Mit Microsoft schloss Nscale zwischen September 2025 und April 2026 Leistungsvereinbarungen über bis zu rund 43,8 Milliarden Dollar bis Dezember 2033. Mit Anthropic kam am 25. August 2026 eine Reihe von GPU-Verträgen über bis zu rund 44,6 Milliarden Dollar zustande, zu erfüllen am Monarch-Campus mit Nvidias Vera-Rubin-NVL72-Systemen.

Damit ist der Anthropic-Vertrag amtlich, über den Bloomberg Ende August berichtet hatte, ohne dass eine der beteiligten Firmen ihn bestätigte. Die damals kolportierten rund 45 Milliarden Dollar liegen nah an den 44,6 Milliarden der Einreichung; Campus und Chip-Generation stimmen ebenfalls überein.

Nach der Auswertung von TechCrunch entfallen rund 85 Prozent der über 103 Milliarden Dollar an gezeichneten Verträgen auf diese beiden Abschlüsse. Künftig liegt die Konzentration damit bei zwei namentlich genannten Kunden statt bei einem ungenannten.