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Metas Agent Muse ließ Menschen im Callcenter telefonieren

Interne Unterlagen, die 404 Media am 22. September 2026 auswertete, zeigen: Bei Metas persönlichem Agenten Muse übernahmen geschulte Menschen die Anrufe bei Unternehmen. Reuters bestätigte den Test am selben Tag und berichtete, Meta habe die Funktion vorerst zurückgenommen – der Start ohne Hinweis an die Nutzer sei intern als Fehlgriff bewertet worden.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 23. September 2026

Der interne Ankündigungstext von Mitte September beschreibt die Funktion so: Muse wähle nicht nur eine Nummer, sondern rufe ein Unternehmen im Auftrag an, führe das Gespräch, erledige die Anfrage und melde sich mit Abschrift und Zusammenfassung zurück – und arbeite dabei nicht mehr allein, sondern könne eine Anfrage an einen geschulten menschlichen Agenten übergeben, der den Anruf tätigt.

In der Mitteilung an die Belegschaft hieß es, man habe „a human agent layer for calls to get completed“ ergänzt; die Funktion sei bereit für den Test im eigenen Haus. Meta stellte die US-Beta als Weg dar, Muse für Tischreservierungen und Friseurtermine bei Unternehmen anrufen zu lassen.

Im internen Forum widersprachen Beschäftigte. Eine Wortmeldung hielt das Risiko für unverhältnismäßig – man sei „one bug away from unnecessary information being leaked to human callers“. Eine andere sah einen Imageschaden voraus: Es könne wirken, als reiche die eigene KI nicht aus und brauche weiterhin Menschen.

Laut Reuters bezeichnete eine Führungskraft aus Metas Superintelligence Labs es intern als Fehlgriff, die von Dienstleistern geführten Anrufe ohne angemessene Offenlegung zu testen; die Funktion sei vorerst zurückgenommen. Tests hätten darauf hingedeutet, dass von Menschen geführte Anrufe die Erfolgsquote auf 95 bis 98 Prozent heben könnten – über dem niedrigeren Wert bei KI-geführten Anrufen.

Ein Meta-Sprecher sagte, man arbeite mit Händlern weiter an der möglichen Anruffunktion und rolle sie erst aus, wenn sie fertig sei und mit ausdrücklichem Hinweis an die Nutzer. Sensor Tower zählte seit dem Start mehr als 2,5 Millionen Downloads der App.