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ChatGPT darf auf dem Mac Nachrichten lesen und verschicken – im Tausch gegen Vollzugriff auf die Festplatte

OpenAI hat am 20. August 2026 ein Apple-Messages-Plugin für die Mac-Anwendung freigeschaltet. Im Änderungsprotokoll steht es in einem Satz: „Apple Messages: Use the Apple Messages plugin to read and search Messages chats on your Mac and prepare or send messages.“ Es greift auf iMessage, SMS und RCS zu, läuft in den Betriebsarten ChatGPT Work und Codex – nicht im normalen Chat – und setzt einen Apple-Silicon-Mac voraus. Der Preis dafür steht im Systemdialog: Die Anwendung braucht „Full Disk Access“ sowie Zugriff auf Kontaktnamen und die Automatisierung. Vor dem Versenden fragt sie standardmäßig nach.

Der Beleg für die Freigabe ist OpenAIs eigenes Änderungsprotokoll mit Eintrag vom 20. August 2026, wörtlich: „Apple Messages: Use the Apple Messages plugin to read and search Messages chats on your Mac and prepare or send messages.“ Am selben Tag stehen dort zwei weitere Einträge – GitLab-Unterstützung in der Codex-Cloud (Beta, 19. August) und Codex CLI 0.148.0 (18. August).

Die Rahmenbedingungen liefert die unabhängige Rezeption. MacRumors nennt die Voraussetzung eines Apple-Silicon-Macs, den Zugriff auf iMessage, SMS und RCS sowie die drei nötigen Freigaben: „ChatGPT needs Full Disk Access in System Settings, as well as access to contact names and automation tools.“ Es funktioniere in ChatGPT Work und Codex der Mac-Anwendung, „but it does not work in regular ChatGPT chats“; das Versenden verlange standardmäßig eine Bestätigung. ⚠️ Zur Tarifstufe sind die Angaben uneinheitlich: MacRumors schreibt einerseits, das Plugin stehe „all ChatGPT users who have an Apple silicon Mac“ offen, bindet es andererseits an die beiden Arbeits-Betriebsarten. Wir übernehmen deshalb nur die Betriebsarten, nicht eine Aussage über Gratis-Zugang.

Zu Datenschutz und Umgang mit der Freigabe zitiert TechCrunch OpenAI direkt: Die Anwendung erstelle „does not create a full index of a user’s messages“ und laufe „locally on a user’s device“; für jeden Lesevorgang gelte „the user must make a specific request for it to do so“. Ausdrücklich rät OpenAI davon ab, die Freigabe dauerhaft zu erteilen, weil das „removes your final chance to review a message before ChatGPT sends it as you“ – eine bemerkenswert deutliche Warnung des Anbieters vor der eigenen Bequemlichkeitsfunktion.

Wie sich das in der Praxis anfühlt, zeigen zwei unabhängige Tier-C-Vorführungen desselben Tages. Riley Brown ruft das Werkzeug per `@messages` auf, lässt sich den Freigabedialog zeigen (Empfänger und Text vor dem Senden editierbar, die Signatur „– codex“ entfernbar) und wirft dem Modell anschließend einen Gruppenstrang zur Auswertung hin, den es mit „3,251 messages across two versions of this group“ beziffert. Matt Wolfe installiert es über den Plugin-Bereich der Mac-Anwendung und lässt sich die letzten fünf Nachrichten ausgeben. ⚠️ Beide Vorführungen belegen die Bedienung, keine Datenschutzeigenschaft; die Nachrichtenzahl ist eine Bildschirmangabe, die wir nicht nachprüfen können.

⚠️ Was wir nicht belegen können: ob und wie das Plugin mit mehreren Nachrichtenkonten umgeht, was bei Anhängen passiert und wie sich „lokal verarbeitet“ zur Modellabfrage in der Cloud verhält – ein Modell, das eine Nachricht zusammenfasst, muss ihren Text sehen. Keine der drei Quellen trennt an dieser Stelle sauber zwischen lokalem Zugriff und Übertragung des ausgewählten Ausschnitts.