OpenAIs erste eigene Hardware ist ein Tastenfeld: Sechs Tasten leuchten in der Farbe dessen, was der Agent gerade tut
Seit dem 15. Juli 2026 verkauft OpenAI zusammen mit dem Tastaturhersteller Work Louder das „Codex Micro“ – ein Tastenfeld für 230 US-Dollar, mit dem sich Codex-Agenten steuern lassen. OpenAIs eigene Dokumentation beschreibt sechs milchige „Agent Keys“, die den Zustand eines Chats als Farbe anzeigen (weiß untätig, blau denkend, grün fertig mit ungelesener Aktualisierung, gelb Eingabe erforderlich, rot Fehler, aus kein zugewiesener Chat), dazu sechs frei belegbare Befehlstasten, einen Analogstick mit vier Richtungsbelegungen, einen Drehregler unter anderem für die Reasoning-Stufe und einen Berührungssensor für die Bluetooth-Kopplung. Angebunden wird per USB-C oder über drei Bluetooth-Kanäle; Voraussetzung ist die ChatGPT-Desktop-App, unter macOS zusätzlich die Freigabe „Input Monitoring“. Die Meldung ist einen Monat alt – neu ist bei uns die Beleglage: Wir hatten den Hinweis seit dem 21. Juli als ungeprüften Tier-C-Fund im Log stehen.
Die Ausstattung nach OpenAIs eigener Dokumentation, abgerufen am 19. August 2026: sechs „Agent Keys“ in milchigem Kunststoff und sechs Befehlstasten; ein Analogstick, der sich „freely in any direction“ bewegt und vier Richtungsbelegungen trägt; ein Drehregler mit mehreren Betriebsarten – Navigation im Eingabefeld, Verstellen der Reasoning-Stufe, Scrollen im Verlauf, eigene Belegung; ein Berührungsfeld an der unteren linken Kante für Bluetooth-Kopplung und Verbindungswahl. Die Farbcodierung der Agent Keys: weiß untätig, blau denkend, grün fertig mit ungelesener Aktualisierung, gelb Eingabe erforderlich, rot Fehler, aus kein zugewiesener Chat. ChatGPT belegt Ebene 1; bis zu fünf weitere Ebenen lassen sich über die Work-Louder-Software „Input“ für andere Anwendungen einrichten. Verbunden wird per USB-C-Kabel oder über einen von drei Bluetooth-Kanälen.
Preis, Partner und Einordnung als Erstlingswerk belegt die unabhängige Rezeption. Engadget nennt am 15. Juli 2026 den Preis von 230 US-Dollar, die Zusammenarbeit mit dem Tastaturhersteller Work Louder und beschreibt das Gerät ausdrücklich als „the first piece of OpenAI hardware“; die Leuchttasten „track the status of agents in Codex“, der Drehregler dient dem Umschalten der Reasoning-Stufen, der Stick dem Wechsel zwischen Codex-Abläufen. Zur Verfügbarkeit heißt es dort, Work Louder habe nur eine „limited quantity“, das Gerät sei womöglich nur solange vorrätig erhältlich. Bestellt werden kann es sowohl bei OpenAI als auch bei Work Louder.
Der Praxistest, der uns auf den Fund gebracht hat, ist deutschsprachig und stammt von Christoph Magnussen vom 18. August 2026 – erklärtermaßen privat gekauft und nicht gesponsert. Zwei Beobachtungen daraus sind belegbar und decken sich mit der Dokumentation: Codex erkennt das Gerät in den eigenen Einstellungen und erlaubt die Tastenbelegung dort, und die Statusfarben entsprechen exakt der von OpenAI dokumentierten Zuordnung – er beschreibt sie unabhängig als blau in Arbeit, grün fertig, weiß untätig, orange Rückfrage, rot Fehler. Er berichtet weiter, das Kabel sei nötig gewesen, die Installation habe Freigaben in den macOS-Systemeinstellungen erfordert (was die Dokumentation als „Input Monitoring“ führt) und die durchsichtige Tastenvariante sei nur als Vorbestellung zu haben. Sein Fazit zur Sache trifft den Punkt, den auch die Dokumentation nahelegt: Das Gerät verbindet die agentische Arbeit mit der physischen Welt und nimmt die Last ab, sich den Zustand mehrerer Chats merken zu müssen. ⚠️ Tier C, n = 1, keine Messung; seine Angabe „13 Hotkeys“ weicht von der Dokumentation ab, die sechs plus sechs Tasten führt – wir folgen der Dokumentation.
⚠️ Zur Beleglage: Die OpenAI-Produktseite unter `openai.com/supply/co-lab/work-louder/` ist für unser Abrufwerkzeug gesperrt, wie openai.com durchgängig; belegt haben wir die Ausstattung an OpenAIs Dokumentationsseite unter learn.chatgpt.com, die eine Primärquelle desselben Anbieters ist und im Fuß „Work Louder | OpenAI 2026“ führt. Sie nennt keinen Preis – der stammt aus der unabhängigen Rezeption. Nicht belegt sind Stückzahl, Absatz und ob das Gerät derzeit lieferbar ist; die Produktseite bei Work Louder lieferte bei unserem Abruf HTTP 404 unter der von uns geprüften Adresse. Ebenfalls offen bleibt, ob es bei der limitierten Auflage bleibt.