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OpenAI Codex lernt Arbeitsabläufe per „Record & Replay“ als wiederverwendbare Skills

OpenAI hat seiner Codex-App für macOS am 18. Juni 2026 (Version 26.616) die Funktion „Record & Replay“ hinzugefügt: Nutzer führen einen Arbeitsablauf einmal vor, Codex wandelt ihn in einen wiederverwendbaren „Skill“ um und wiederholt ihn danach eigenständig. Die Funktion setzt aktiviertes Computer Use voraus und ist zum Start nicht im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz verfügbar.

Laut OpenAIs Codex-Changelog wandelt „Record & Replay“ einen vorgeführten Arbeitsablauf in einen wiederverwendbaren Skill um („turns a demonstrated workflow into a reusable skill“). Der Nutzer führt eine Aufgabe – etwa das Hochladen von Videos samt Metadaten – einmal vor; Codex erfasst die Schritte und kann sie anschließend selbstständig wiederholen. Die Funktion ist Teil eines größeren App-Updates (Version 26.616), das zusätzlich Massenaktionen für die Automations-Historie und Thread-Übergaben zwischen lokalen und Remote-Hosts einführt.

Voraussetzung ist, dass „Computer Use“ vom Nutzer oder Administrator aktiviert ist – also die Fähigkeit von Codex, eine Desktop- oder Browser-Oberfläche selbst zu bedienen. Genau diese Mechanik dürfte auch der Grund für die regionale Sperre sein: Der Changelog vermerkt ausdrücklich, dass die anfängliche Verfügbarkeit den Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien und die Schweiz ausschließt.

Einordnung: Record & Replay ist vorerst ein macOS-spezifisches Feature und an einen kostenpflichtigen ChatGPT-Tarif gebunden. Es reiht sich in den breiteren Trend ein, wiederverwendbare „Skills“ als Baustein agentischer Werkzeuge zu etablieren. Die praktische Tragfähigkeit – wie robust aufgezeichnete Abläufe gegenüber veränderten Oberflächen bleiben – muss sich im Einsatz noch zeigen.