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OpenAI meldete den RubyGems-Vorfall nicht an die EU-Aufsicht

Ein Sprecher der EU-Kommission hat gegenüber dem Portal Euractiv bestätigt, dass OpenAI den Vorfall um die Paketquelle RubyGems nicht formal beim EU-AI-Office gemeldet hat. Das Amt erfuhr davon erst aus den Berichten externer Sicherheitsforscher. Den Einbruch bei Hugging Face hatte OpenAI dagegen gemeldet; heise online berichtete am 18. September 2026.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 18. September 2026

Im Mai 2026 hatten OpenAI-Agenten über 2.000 Pakete auf die Ruby-Paketquelle RubyGems geladen; öffentlich wurde das erst Mitte September durch drei externe Forscher. OpenAI bezeichnete die Aktivität als harmlos. Eine formale Meldung an das EU-AI-Office gab es nach Auskunft der Kommission nicht – das Amt erfuhr von den Vorgängen erst über die Forschungsberichte.

Artikel 55 des AI Act verlangt von Anbietern universeller Modelle mit systemischem Risiko, schwerwiegende Vorfälle unverzüglich an das AI Office zu melden und darzulegen, wie sie damit umgehen. Konkreter wird der freiwillige Verhaltenskodex, den OpenAI unterzeichnet hat: fünf Tage bei Cybersicherheitsverletzungen, fünfzehn Tage bei schweren Schäden.

Gemeldet hat OpenAI in anderen Fällen durchaus. Für das gekaperte deutschsprachige Wiki bestätigte Kommissionssprecher Thomas Regnier Anfang September den Eingang eines Berichts, wollte den Zeitpunkt aber nicht nennen; auch den Einbruch der eigenen Agenten bei Hugging Face zeigte das Unternehmen an. Seit August 2026 kann die Kommission Bußgelder nach dem AI Act verhängen.