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Erste unabhängige Messung für Qwen3.8-Max: 56 Punkte im AA-Index – bei einem knappen Drittel des Vorgänger-Tempos

Artificial Analysis hat Alibabas Qwen3.8-Max durch den Intelligence Index geschickt – die unabhängige Zahl, die bei unserer Meldung vom 3. August 2026 ausdrücklich noch fehlte. Das Modell erreicht 56 Punkte gegenüber 46 für Qwen3.7-Max. Was der Sprung kostet, steht in denselben Messwerten: Für den Index-Durchlauf erzeugte Qwen3.8-Max 150 Mio. Ausgabe-Token statt 100 Mio. und verursachte 1.749,16 $ statt 1.056,43 $ Kosten; die Ausgabegeschwindigkeit fiel von 202 auf 62 Token pro Sekunde. Die Listenpreise sanken zugleich von 2,50 $/7,50 $ auf 2,00 $/6,00 $ je Million Input-/Output-Token. Die zum 3. August für „die kommende Woche“ angekündigten offenen Gewichte lagen am 6. August weiterhin nicht auf Hugging Face.

Die Zahlen, die wir auf den Modellseiten von Artificial Analysis selbst gelesen haben, stehen einander direkt gegenüber. Qwen3.8-Max: 56 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index, 150 Mio. erzeugte Ausgabe-Token für den Index-Durchlauf, Gesamtkosten dieses Durchlaufs 1.749,16 $, Ausgabegeschwindigkeit 62,0 Token pro Sekunde, Zeit bis zum ersten Token 2,56 s, Listenpreis 2,00 $ je Mio. Input- und 6,00 $ je Mio. Output-Token. Qwen3.7-Max: 46 Punkte, 100 Mio. Ausgabe-Token, 1.056,43 $, 202 Token pro Sekunde, 2,31 s bis zum ersten Token, 2,50 $ und 7,50 $ je Mio. Token. Beide Modelle führt Artificial Analysis mit einem Kontextfenster von 1 Mio. Token und als proprietär; Bildeingabe unterstützt nur die neuere Version.

Das Muster dahinter ist inzwischen vertraut: Der Zugewinn kommt nicht aus einem billigeren Modell, sondern aus mehr Arbeit je Aufgabe. Dieselbe Beobachtung haben wir im Juli bei DeepSeek V4 Flash 0731 und bei Inkling Small notiert – auch dort stieg die Indexpunktzahl zusammen mit dem Token-Verbrauch. Bemerkenswert ist bei Qwen3.8-Max die Kombination aus gesunkenem Listenpreis und gestiegenen Durchlaufkosten: Ein um 20 Prozent billigerer Input- und Output-Tarif wird durch den Mehrverbrauch mehr als aufgezehrt. Der Tempoverlust ist der zweite Preis: Mit 62 Token pro Sekunde liefert das neue Flaggschiff weniger als ein Drittel des Vorgänger-Durchsatzes – für interaktive Anwendungen ein spürbarer Unterschied, für Hintergrund-Agenten kaum einer.

The Decoder hat aus denselben Artificial-Analysis-Daten weitere Werte gezogen, die wir auf den von uns geöffneten Seiten nicht im Wortlaut gefunden haben und deshalb ausdrücklich als dessen Lesart führen: Kosten von 1,14 $ je Aufgabe gegenüber 0,53 $ beim Vorgänger, 64 statt 14 Arbeitsschritte je Aufgabe, eine Verfünfzehnfachung der Eingabe-Token, ein Sprung um 468 Punkte auf 1739 Elo im GDPval-AA-Test (vor Kimi K3 mit 1685, hinter Claude Opus 5 mit 1852) sowie – als Gegenbefund – ein Anstieg der Halluzinationsrate von 23 auf 40 Prozent bei rund 31 Prozent stagnierender Trefferquote. Ebenfalls von dort stammt der Vergleich, dass Kimi K3 mit 57 Punkten knapp vor Qwen3.8-Max liegt und dabei weniger je Aufgabe kostet. Sollte sich die Halluzinationsangabe bestätigen, wäre sie der wichtigere Teil der Meldung als die Indexpunktzahl – wir führen sie bis dahin attribuiert, nicht als geprüften Wert.

Zum Stand der offenen Gewichte: Alibaba hatte am 3. August angekündigt, Qwen3.8-Max und einen kleineren Ableger Qwen3.8-27B „in der kommenden Woche“ auf Hugging Face und ModelScope zu veröffentlichen. Unsere Prüfung der Qwen-Organisation auf Hugging Face am 6. August 2026 fand beide weiterhin nicht; eine Lizenz hat Alibaba bis heute nicht genannt. Das ist kein gebrochenes Versprechen – die selbst gesetzte Woche läuft –, aber es ist der Grund, warum wir das Modell trotz der jetzt vorliegenden unabhängigen Messung noch nicht als eigenen Katalog-Eintrag führen. Im Eintrag zu Qwen3-Max haben wir die Begründung entsprechend nachgezogen: Der Punkt „unabhängige Messungen fehlen“ ist erledigt, offen bleiben Gewichte und Lizenz.