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San Francisco fordert Apple und Google auf, 13 „Nudify“-Apps aus den Stores zu nehmen

Der Stadtanwalt (City Attorney) von San Francisco, David Chiu, hat Mitte Juli 2026 Unterlassungsaufforderungen (cease-and-desist) an Apple und Google verschickt: Die Konzerne sollen 13 sogenannte „Nudify“- bzw. Face-Swap-Apps aus ihren Stores entfernen – nach Berichten acht aus Apples App Store und fünf aus Google Play. Diese Apps erzeugen mit KI nicht-einvernehmliche Nacktbilder realer Personen. In den Schreiben heißt es, Apple und Google sollten die Beihilfe („aiding and abetting“) zum Vertrieb solcher Bilder beenden und ihre Geschäftsbeziehungen zu den Entwicklern kappen; sie hätten damit mutmaßlich „Millionen an Gebühren“ verdient. Google erklärte gegenüber WIRED, man habe bereits Hunderte solcher Apps entfernt, darunter die fünf genannten.

Nach übereinstimmender Berichterstattung versandte das Büro des City Attorney die Schreiben Mitte Juli 2026 an Apple und Google. Benannt sind 13 Apps mit Nudify- bzw. Face-Swap-Funktion; berichtet wird eine Aufteilung von acht Apps im App Store und fünf bei Google Play. Chiu wird mit den Worten zitiert, das Erzeugen nicht-einvernehmlicher intimer Bilder sei „illegal, harmful, and completely unacceptable“.

Die Schreiben sind als Unterlassungsaufforderung formuliert, nicht als Klage: Apple und Google werden aufgefordert, die Beihilfe zum Verkauf solcher Bilder einzustellen und ihre Geschäftsbeziehungen zu den App-Anbietern zu kappen. Das Büro argumentiert, die Konzerne hätten über die Store-Gebühren mutmaßlich „Millionen“ an diesen Apps verdient. Beide Plattformen verbieten Pornografie und nicht-einvernehmliche Inhalte bereits in ihren Entwickler-Richtlinien – der Vorwurf lautet, sie setzten diese Regeln nicht durch.

Es ist nicht Chius erster Vorstoß in diesem Feld: Im August 2024 klagte sein Büro gegen die Betreiber von 16 der meistbesuchten Nudify-Websites; ein Betreiber willigte 2025 in eine dauerhafte Unterlassung samt Geldbuße ein. Der aktuelle Schritt zielt erstmals auf die App-Store-Ebene. Google reagierte laut WIRED mit dem Hinweis, man habe bereits Hunderte Apps mit Nudify-Funktionen wegen Richtlinienverstößen entfernt, einschließlich der fünf in dem Schreiben genannten. Eine Reaktion von Apple lag den geprüften Berichten nicht bei.

Zur Belegtiefe: Eine Pressemitteilung des City-Attorney-Büros zur Juli-Aktion war zum Redaktionszeitpunkt nicht öffentlich auffindbar; die Angaben stützen sich auf mehrere unabhängige Rezeptionen (u. a. MacTech, Ars Technica, AndroidHeadlines), die auf einen WIRED-Bericht und die Schreiben selbst zurückgehen und in den Kernpunkten übereinstimmen. Die genaue Aufteilung acht/fünf ließ sich nur über diese Sekundärberichte bestätigen, nicht an einer Primärquelle.