Nach übereinstimmender Berichterstattung versandte das Büro des City Attorney die Schreiben Mitte Juli 2026 an Apple und Google. Benannt sind 13 Apps mit Nudify- bzw. Face-Swap-Funktion; berichtet wird eine Aufteilung von acht Apps im App Store und fünf bei Google Play. Chiu wird mit den Worten zitiert, das Erzeugen nicht-einvernehmlicher intimer Bilder sei „illegal, harmful, and completely unacceptable“.
Die Schreiben sind als Unterlassungsaufforderung formuliert, nicht als Klage: Apple und Google werden aufgefordert, die Beihilfe zum Verkauf solcher Bilder einzustellen und ihre Geschäftsbeziehungen zu den App-Anbietern zu kappen. Das Büro argumentiert, die Konzerne hätten über die Store-Gebühren mutmaßlich „Millionen“ an diesen Apps verdient. Beide Plattformen verbieten Pornografie und nicht-einvernehmliche Inhalte bereits in ihren Entwickler-Richtlinien – der Vorwurf lautet, sie setzten diese Regeln nicht durch.
Es ist nicht Chius erster Vorstoß in diesem Feld: Im August 2024 klagte sein Büro gegen die Betreiber von 16 der meistbesuchten Nudify-Websites; ein Betreiber willigte 2025 in eine dauerhafte Unterlassung samt Geldbuße ein. Der aktuelle Schritt zielt erstmals auf die App-Store-Ebene. Google reagierte laut WIRED mit dem Hinweis, man habe bereits Hunderte Apps mit Nudify-Funktionen wegen Richtlinienverstößen entfernt, einschließlich der fünf in dem Schreiben genannten. Eine Reaktion von Apple lag den geprüften Berichten nicht bei.
Zur Belegtiefe: Eine Pressemitteilung des City-Attorney-Büros zur Juli-Aktion war zum Redaktionszeitpunkt nicht öffentlich auffindbar; die Angaben stützen sich auf mehrere unabhängige Rezeptionen (u. a. MacTech, Ars Technica, AndroidHeadlines), die auf einen WIRED-Bericht und die Schreiben selbst zurückgehen und in den Kernpunkten übereinstimmen. Die genaue Aufteilung acht/fünf ließ sich nur über diese Sekundärberichte bestätigen, nicht an einer Primärquelle.