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83 Prozent aller Modell-Downloads gehen an Modelle unter einer Milliarde Parameter

Hugging Face hat am 14. August 2026 eine Bestandsaufnahme des offenen Modell-Ökosystems veröffentlicht, und ihr auffälligster Befund ist die Kluft zwischen Aufmerksamkeit und Nutzung: „Among models that declare a parameter count, those under 1B take 83% of all-time downloads and everything above 100B takes 1%.“ Auf 2026 eingegrenzt ändert sich daran nichts – „3% of the volume goes to models above 70B“. Zweiter Befund: Qwen ist zum Standard geworden. „Qwen-based models now account for 151,448 derivatives on the Hub“, das 2,6-Fache von Metas gesamtem Fußabdruck. Und von „178 Chinese releases above 20B parameters this year“ trägt „exactly none … a non-commercial restriction“.

Die Größenverteilung ist der Kern des Berichts. Wörtlich: „Among models that declare a parameter count, those under 1B take 83% of all-time downloads and everything above 100B takes 1%.“ Der naheliegende Einwand – das seien Altlasten aus früheren Jahren – wird im Text selbst entkräftet: „Restricting to downloads accumulated in 2026 changes nothing: 3% of the volume goes to models above 70B.“

Zur Qwen-Dominanz nennt der Bericht drei Zahlen: „Qwen-based models now account for 151,448 derivatives on the Hub“, das sei „2.6× Meta’s total footprint and 4.7× the Llama repositories specifically“; das Wachstum liege bei „roughly 180–210 new repositories per day throughout the first seven months of 2026“. Damit ist Qwen nicht nur das meistgenutzte offene Modell, sondern die Basis, auf der andere weiterbauen – der Unterschied zwischen einem beliebten Produkt und einem Standard.

Der Lizenzbefund ist der praktisch folgenreichste: „Of 178 Chinese releases above 20B parameters this year, 59% carry Apache 2.0 and 22% carry MIT, and exactly none carry a non-commercial restriction.“ 81 Prozent stehen also unter einer der beiden freizügigsten verbreiteten Lizenzen, und die im offenen Ökosystem verbreitete Bremse – die nicht-kommerzielle Klausel – kommt in dieser Gruppe gar nicht vor.

Ein eigener Abschnitt trägt den Titel „Agents are the new user“ und beschreibt einen Rollenwechsel: Der Hub werde zunehmend von Programmen gelesen statt von Menschen, „We spent much of the year building for this reader rather than only for human browsers“. Dazu gehört auch der Rückblick auf den Einbruch, den wir hier im Juli verfolgt haben – der Bericht formuliert ihn als Wendepunkt: „in July, an agent stopped being a reader and became an intruder.“

⚠️ Zur Beleglage und zu den Grenzen: Der Bericht nennt seinen methodischen Vorbehalt selbst und wir geben ihn mit, weil er die Reichweite aller obigen Zahlen bestimmt – „Downloads indicate usage within the Hub ecosystem, but they do not capture API usage, private deployments, or models distributed through other channels.“ Damit ist die 83-Prozent-Zahl keine Aussage über den KI-Markt, sondern über eine Plattform, auf der die großen kommerziellen Modelle systematisch unterrepräsentiert sind, weil sie dort gar nicht liegen. Verfasst haben den Beitrag Adina Yakefu, Apolinário und Irene Solaiman mit weiteren Mitwirkenden; Hugging Face ist Betreiber der ausgewerteten Plattform. Eine unabhängige Nachprüfung der Zahlen liegt uns nicht vor.