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Tensordyne kündigt Inferenzchip mit Logarithmus-Rechnung an

Das US-deutsche Startup Tensordyne hat den 3-Nanometer-Chip „Napier“ vorgestellt. Er rechnet im logarithmischen Zahlensystem, um Multiplikationen durch Additionen zu ersetzen. Der Tape-out ist erfolgt; laut Unternehmen liegen Bestellungen über mehr als 200 Millionen Dollar vor.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 9. Juli 2026

Napier soll bei TSMC in 3 Nanometern gefertigt werden und 144 Gigabyte HBM3E tragen. Ein TDN-Rack bündelt laut Tensordyne 288 Chips. Das Unternehmen arbeitet von Standorten im Silicon Valley und in München aus.

Der technische Ansatz verlagert Multiplikationen in den Logarithmusraum, wo sie als Additionen ausgeführt werden. Tensordyne verspricht bis zu 13-mal mehr Token pro Sekunde als Nvidias GB300 NVL72 und bis zu 17-mal höhere Effizienz pro Watt. Tape-out und Bestellungen über 200 Millionen Dollar seien bereits erreicht.

Leistung, Effizienz und Auftragsvolumen sind Unternehmensangaben ohne unabhängige Messung. Belastbar ist zunächst die Ankündigung eines spezialisierten Inferenzchips; ob die Logarithmus-Rechnung im Betrieb den versprochenen Vorteil bringt, müssen fertige Systeme zeigen.