Die Mitteilung nennt keine konkrete Basismodellfamilie. Sie spricht von einer starken offenen Grundlage, jahrzehntelangem Rechts- und Nachrichtenmaterial und frühen Ergebnissen auf dem Niveau aktueller Frontier-Modelle. Eine kleine Variante soll für akademische und nicht-kommerzielle Forschung auf Hugging Face erscheinen.
Laut The Decoder basiert Thomson zuletzt auf Qwen3.5-397B; rund 40 Millionen Dollar über mehr als zwei Jahre entfielen demnach auf Personal und Rechenleistung. Die 450.000 Dollar, die kursierten, bezögen sich nur auf den abschließenden Trainingslauf. Thomson Reuters selbst berichtet gemischte Benchmarkwerte und einen deutlichen Vorteil, wenn das Modell auf Westlaw zugreifen darf.
Bob Ambrogi verglich die veröffentlichten Ergebnisse unabhängig und kommt zu einem gemischteren Bild: Thomson liegt auf PrBench Legal vorn, aber hinter Gemini, GPT-5.5 oder Opus auf anderen Aufgaben. Sein Einwand lautet, dass der Westlaw-Durchlauf vor allem die Retrieval-Quelle messe. Die Benchmarks bleiben selbstberichtet.