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Kimi K3: 2,8 Billionen Parameter, offene Gewichte für den 27. Juli angekündigt – und das Ende der Billigpreise

Moonshot AI hat am 16. Juli 2026 Kimi K3 vorgestellt: ein multimodales MoE-Modell mit 2,8 Billionen Gesamtparametern, von denen pro Anfrage 16 von 896 Experten aktiv sind, und einem Kontextfenster von einer Million Token. Die vollständigen Gewichte sollen laut Anbieter „by July 27, 2026“ folgen – bis dahin ist K3 nur über Website und API verfügbar. Artificial Analysis misst unabhängig 57 Punkte im Intelligence Index und damit Rang 4 von 189 Modellen, hinter Fable 5 (60), GPT-5.6 Sol (59) und Opus 4.8 (58). Zugleich verdreifacht Moonshot die Preise: 3 $ statt 0,95 $ je Million Input-Token, 15 $ statt 4 $ beim Output.

Moonshot AI beschreibt K3 in der eigenen Ankündigung als Mixture-of-Experts-Modell mit 2,8 Billionen Parametern, das pro Token 16 von 896 Experten aktiviert, aufgebaut auf einem „Stable LatentMoE framework“ mit „Kimi Delta Attention“ und Attention-Residuals. Das Kontextfenster beträgt eine Million Token, das Modell hat native Bildverarbeitung. Damit übertrifft K3 den Vorgänger Kimi K2.6 (1 Billion Gesamt-, 32 Milliarden aktive Parameter, 256-K-Kontext) deutlich in Größe und Kontext.

Die Benchmark-Zahlen der Ankündigung sind anbieter-selbstberichtet und entsprechend zu lesen: Moonshot nennt unter anderem DeepSWE 67,5 (Fable 5: 70,0; GPT-5.6 Sol: 73,0), Terminal Bench 2.1 88,3 (84,6; 88,8) und GPQA-Diamond 93,5 (92,6; 94,1). Über 35 Tests hinweg beansprucht der Anbieter, nahe an Fable 5 und GPT-5.6 Sol zu liegen und die übrigen getesteten Systeme deutlich zu schlagen; erster Platz rund sieben Mal. Das Muster ist konsistent: K3 liegt in eigenen Zahlen knapp unter den beiden Spitzenmodellen, nicht darüber.

Unabhängig gemessen bestätigt Artificial Analysis die Einordnung im Grundsatz: 57 Punkte im Intelligence Index, Rang 4 von 189 Modellen, bei einem Kontextfenster von einer Million Token. AA charakterisiert K3 als „amongst the leading models in intelligence, but somewhat expensive“ sowie als „slower than average and very verbose“ – 62 Token pro Sekunde Ausgabegeschwindigkeit, und für die Auswertung des Intelligence Index verbrauchte das Modell 130 Millionen Output-Token. Die Rangfolge an der Spitze (Fable 5 60, GPT-5.6 Sol 59, Opus 4.8 58, K3 57) stammt aus der Decoder-Auswertung derselben AA-Daten. Simon Willison verweist zusätzlich auf eine private Langhorizont-Auswertung von AA, in der K3 mit einem Elo von 1547 nur hinter Fable 5 liegt.

Die Preisseite ist die eigentliche Verschiebung. Moonshot verlangt für K3 3,00 $ je Million Input-Token (Cache-Miss), 0,30 $ bei Cache-Hit und 15,00 $ je Million Output-Token. Der Vorgänger K2.6 lag bei 0,95 $ / 4,00 $ – Faktor drei beim Input, fast Faktor vier beim Output. The Decoder rechnet vor, dass die Kosten je Aufgabe damit bei rund 0,94 $ liegen und K3 die westlichen Premium-Modelle nicht mehr nennenswert unterbietet. Willison ordnet den Preis als den bislang höchsten eines chinesischen Labors ein.

Offen bleibt die Lizenz: Die Ankündigung nennt lediglich das Datum der Gewichts-Freigabe („by July 27, 2026“), nicht die Lizenzbedingungen. K2.6 stand unter einer modifizierten MIT-Lizenz mit Sichtbarkeits-Auflage. Solange Gewichte und Model-Card fehlen, führen wir K3 bewusst noch nicht im Modell-Katalog – ob „offen“ hier dasselbe bedeutet wie beim Vorgänger, ist bis zur Freigabe nicht belegbar.