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Chinesische Relay-Dienste verkaufen KI-Token weit unter Listenpreis

Eine Untersuchung des chinesischen Relay-Markts verfolgt 49 Plattformen, die API-Zugänge zu OpenAI, Anthropic und Google bündeln und weiterverkaufen. Die zehn meistbesuchten kommen zusammen auf 3,6 Millionen Besuche im Monat; ein Anbieter wirbt mit 97,8 Prozent Rabatt. Als Risiken gelten Massenkonten, gestohlene Karten, geleakte Schlüssel und ungeschützte Schnittstellen.

Die sogenannten 中转站 bündeln fremde API-Zugänge in chinesischsprachigen Angeboten. Laut der Untersuchung stammen die Zugänge unter anderem aus Massenregistrierungen, gestohlenen Zahlungskarten, geleakten Schlüsseln und ungeschützten Support-Chatbots. Ein Teil der Nachfrage kommt von Betreibern, die damit Trainingsdaten für eigene Modelle sammeln wollen.

Matt Lenhard wertete 49 Plattformen und Forendiskussionen aus. Die zehn verkehrsstärksten Relay-Seiten erreichten zusammen 3,6 Millionen Besuche pro Monat. Der billigste Anbieter versprach 97,8 Prozent Rabatt auf Listenpreise. Preise und Verfügbarkeit ändern sich bei solchen Diensten schnell.

Die Angebote sind nicht automatisch illegal: one-api und new-api können auch selbst gehostete, legitime Werkzeuge sein. Problematisch wird der Markt dort, wo Konten oder Schlüssel ohne Zustimmung weitergereicht werden. Die Untersuchung liefert keine vollständige Messung des tatsächlichen Tokenvolumens.