OpenAI · GPT
GPT-5.4
gpt-5.4
Solide WahlGünstige GPT-Allzweck
- kostensensitive Allzweck-Aufgaben
- Hochvolumen-Anwendungen
- Coding
KontextfensterDie maximale Textmenge (in Tokens), die ein Modell pro Anfrage gleichzeitig „im Blick“ hat – Eingabe plus bisheriger Verlauf. Ist es voll, fällt Älteres aus dem Kontext.Mehr im Wissen → - 1 Mio.
TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → - Max. Ausgabe
- 128 K Token
- Preis (Input / Output)
- $2.5 / $15 je 1 Mio. Token
Preis-LeistungHier: AA-Intelligenz geteilt durch den (3:1 gewichteten) Token-Preis – Indexpunkte je Dollar pro Mio. Tokens. Höher = mehr Leistung fürs Geld. Entspricht der „Intelligence vs. Price“-Sicht von Artificial Analysis.Mehr im Wissen → - 9,1 Indexpkt. je $/Mio. Token
WissensstichtagDer Zeitpunkt, bis zu dem die Trainingsdaten eines Modells reichen („knowledge cutoff“). Über spätere Ereignisse weiß das Modell von sich aus nichts – es sei denn, sie werden ihm in der Anfrage mitgegeben.Mehr im Wissen → - nicht ausgewiesen
SicherheitsstufeAnbieter-Einstufung des Risikoniveaus eines Modells (z. B. Anthropics ASL-Stufen oder „Cyber: High“). Höhere Stufen lösen strengere Schutzmaßnahmen aus. Stammt aus der System-Card – Eigenangabe des Anbieters.Mehr im Wissen → - Bio/Chem & Cyber: High
Stärken
Deutlich günstiger als GPT-5.5 bei gleichem Kontext/Output 1-Mio.-Token-Kontextfenster Multimodal: Text- und Bildeingabe
Schwächen
Proprietär, nur über Cloud-API/Produkte nutzbar Laut Anbieter-Positionierung unter dem Spitzenmodell GPT-5.5
Typische Einsatzfälle
Kostensensitive Allzweck-Aufgaben Hochvolumen-Anwendungen Coding
Leistung im Vergleich
Unabhängige Indizes (Artificial Analysis, 0–100), zwei kontaminationsarme Einzel-Benchmarks (Terminal-Bench, agentische Shell-Aufgaben; τ²-bench, Tool-Use-Verlässlichkeit über viele Läufe) und Human-Präferenz-Elo (LMArena). Die dunkle Markierung zeigt den Bestwert im Katalog – so wird der Abstand zur Spitze sichtbar. Die
AA-IntelligenzZusammengesetzter Intelligenz-Index von Artificial Analysis (unabhängig, 0–100): bündelt mehrere Reasoning-, Wissens- und Mathe-Benchmarks zu einer Zahl. Je höher, desto stärker das allgemeine Reasoning.Mehr im Wissen → 51AA-CodingCoding-Teilindex von Artificial Analysis (unabhängig, 0–100): bündelt mehrere Programmier-Benchmarks zu einem Wert für die Code-Fähigkeit eines Modells.Mehr im Wissen → 71Terminal-BenchAusführungsbasierter Benchmark (0–100 %): das Modell löst echte Shell-/Terminal-Aufgaben in einer Sandbox, gewertet wird, ob das Ergebnis wirklich funktioniert. Dadurch kontaminationsärmer als reine Wissensquizze.Mehr im Wissen → 78τ²-benchBenchmark für die Verlässlichkeit beim Werkzeug-Einsatz: dieselbe Aufgabe wird viele Male wiederholt, gemessen wird, wie konstant das Modell die Tools korrekt bedient (0–100 %).Mehr im Wissen → 87Elo (LMArena)Human-Präferenz-Wertung aus der LMArena: Menschen vergleichen blind zwei Modellantworten, daraus entsteht – wie beim Schach – eine Elo-Zahl. Höher = häufiger bevorzugt. Misst Präferenz, nicht Korrektheit.Mehr im Wissen → 1468
Benchmarks im Detail
Kennzahlen aus zitierten Messungen – unabhängige Quellen sind ausgewiesen, Anbieterangaben entsprechend markiert. Werte sind nicht über Skalen hinweg vergleichbar. Wie man Benchmark-Zahlen liest →
Artificial Analysis Intelligence Index
51
(xhigh)
unabhängigArtificial Analysis (API), abgerufen 2026-06-16
Artificial Analysis Coding Index
71
(xhigh)
unabhängigArtificial Analysis (API), abgerufen 2026-07-09
LMArena Text Arena (Elo)
1468
unabhängigLMArena (arena.ai), Stand 2026-06-10
DeepSWE (Long-Horizon Coding)
56 %
(xhigh)
unabhängigdeepswe.lol (kontaminationsfrei, mini-swe-agent), 2026-06-16
Terminal-Bench (agentische Shell-Aufgaben)
78 %
unabhängigArtificial Analysis (API), abgerufen 2026-06-16
τ²-bench (Tool-Use-Verlässlichkeit)
87 %
unabhängigArtificial Analysis (API), abgerufen 2026-06-16
Einordnung
Günstiger als das Spitzenmodell GPT-5.5 ($2,50 / $15 vs. $5 / $30) bei gleichem 1-Mio.-Kontext und Output – laut Anbieter unter GPT-5.5 positioniert, für kostensensitive Anwendungen. Im direkten Praxisvergleich (Matt Maher) löste GPT-5.4 dieselbe Refactor-Aufgabe exhaustiver und mit mehr Selbstabsicherung als Claude Opus, brauchte dafür aber rund 10× mehr Beleg · CommunityTokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → und deutlich länger – Opus arbeitete chirurgischer und schneller (Einzelfall, n=1).
Aus der System-Card
Verdichtete Befunde aus der offiziellen
Fähigkeiten
- Reasoning-Modell –
GPT-5.4 Thinking ist ein Reasoning-Modell der GPT-5-Reihe (RL-trainiert), das vor der Antwort eine lange interne Gedankenkette durchläuft. - Cyber-Range –
Laut Card im internen Cyber-Range (End-to-End-Operationen im emulierten Netz) 73,33 % kombinierte Pass-Rate – über den Vor-5.3-Modellen, aber unter GPT-5.3-Codex (80 %).
Verhalten & Sicherheit
- Cyber-High –
Erstes General-Purpose-Modell mit „High“-Einstufung in Cybersecurity – nicht weil die Fähigkeit bewiesen ist, sondern weil alle Canary-Schwellen gerissen werden und „Cyber High“ nicht ausgeschlossen werden kann; die Preparedness-Safeguards sind aktiv. - Cyber-Safeguards –
Statt das Modell wie früher herabzustufen, greift ein zweistufiger Conversation-Monitor (Themen-Klassifizierer → „safety reasoner“) plus Message-/User-Level-Sperren, ZDR-Klassifizierer und das identitätsgebundene „Trusted Access for Cyber“-Programm. - Bio/Chem-High –
Wie GPT-5.2 Thinking auch in Biologie/Chemie als „High“ behandelt, mit den GPT-5-Safeguards; in Bio-Troubleshooting etwa auf Vorgänger-Niveau (z. B. ProtocolQA Open-Ended 42,5 %). - Refusal –
Hohe not_unsafe-Werte (Extremismus 1,000, gewaltlose illegale Aktivität 1,000, Self-harm 0,987) und Bestwerte in den dynamischen Mental-Health-Evals; extrapoliert verletzen ~99,95 % der Outputs die Harassment-Policy nicht. - Halluzination –
Erfundene Fakten selten (Fabricated Fact ~0,09 % des Traffics), doch „Fabricated Tool Result“ stieg gegenüber GPT-5.2 Thinking spürbar (0,156 % vs. 0,065 %). - Deception/Scheming –
Apollo Research misst ~1 % Deception ohne Nudge (unter GPT-5.2), keine verdeckte Subversion; Sandbagging nur bei explizit gesetztem Ziel (–6 Prozentpunkte), bei erhöhter Evaluation-Awareness (21,3 %). - Jailbreak-Robustheit –
Im härteren Multiturn-Jailbreak-Benchmark deutlich über GPT-5.1, knapp über GPT-5.2 Thinking; Prompt-Injection bei Connectoren verbessert (0,998), bei Function-Calls leicht schwächer (0,978).
OpenAI – GPT-5.4 Thinking System Card (PDF)· Primärquelle, abgerufen 2026-06-16
Stimmen aus der Öffentlichkeit
Subjektive Einschätzungen Dritter – keine belegten Fakten, jeweils verlinkt.
- positivErster OpenAI-Release nach einer Serie von Enttäuschungen (GPT-5, 5.1, 5.2), der überzeugt – „actually a good model“, zeitweise das beste der Welt; ironischerweise mit kaum Hype aufgenommen.Cognitive Revolution (YouTube) · Community
- positivBei einem großen Refactor (≈20 000 Zeilen über ~150 Dateien, ~300 Mio. Token) trennte GPT-5.4 selbstständig UI von Logik und baute zur Selbstabsicherung drei alternative Oberflächen plus eine Headless-Schicht – gründlich-exhaustiv, aber sehr tokenintensiv (Einzelfall, n=1).Matt Maher (YouTube) · Community
- kritischStark fürs Coding, aber schwach beim Frontend-Design: erzeugt ohne Steuerung immer dieselben Card-Layouts („5.4 sickness“); selbst OpenAIs eigener Leitfaden „Designing delightful frontends with GPT-5.4“ überzeugt im Praxistest nicht.Theo – t3.gg (YouTube) · Community
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